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K. W. Gangloff
für ihn nicht ohne Bedeutung. Er wagtet jetzt einenweiteren Schritt in seiner Technik, indem er zum ersten-mal versuchte, „Etwas mit Schatten und Licht inder Schnelle zu entwerfen", während er bis dahinimmer nur in Umrissen komponirt hatte.
Endlich wurde eine Wendung seines Geschickes durcheine Reise herbeigeführt, die er im Herbst desselbenJahres mit dem Dichter Karl Mayer und dem Heil-brunner Medailleur und Silberwarenfabrikanten PeterBruckmann nach Heidelberg machte, wo damals dieBrüder Boisseree sich aufhielten. Gangloff durfte ihneneinige mitgenommene Zeichnungen, darunter das Blatt:Christus läßt die Kindlein zu sich kommen, vorlegen.Sie munterten ihn auf, sich ganz der Kunst zu wid-men, und stellten ihm Unterstützung aus eigenenMitteln in Aussicht. Der Dannecker-Rappsche Kreisvon Stuttgarter Kunstfreunden wollte sich diese Ein-mischung von „Ausländern" in die Angelegenheitenihres Schützlings nicht gerne gefallen lassen; sie veran-laßten ihn zunächst zu einer Eingabe an König Fried-rich. Ein „kalter" Bericht des Kupferstichkabinets-Jnspek-tors Eberhard Wächter über die derselben beigelegtenZeichnungen soll Ursache gewesen sein, daß der Fürstden Bittsteller nur zur „weiteren Applikation und Ver-vollkommnung" aufmuntern ließ, mit der Erlaubnis,fernere Proben seines Talentes vorzulegen. Da tratder Buchhändler I. F. von Cotta, edel und weitherzigwie immer, mit der Zusicherung einer Unterstützung vonsich aus ein. Im Februar 1813 verließ der dreiund-
i) Wie er selbst in einer Bittschrift an König Friedrich sagt.