K. W- Gangloff
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welche die Amme am frühen Morgen aus dem Schlafeaufgerüttelt hat, ihr Gebetlein herzusagen; sie sind soMaserig und sie thun das Begehrte mit so unwillkür-lichem Widerstreben, daß man sie der Bollendung desAngefangenen endlich gern enthebt. Zu dem kommtnoch, daß ich mich in ein vorgeschriebenes Format nichtrecht fügen kann. Wenn ich mich nicht nach Beliebenausdehnen darf, so kominen mir meine Ideen wie ge-bunden vor und ich bin so ängstlich, daß ich mich nichtim stände fühle, etwas Genießbares zur Welt zubringen. Es ist mir daher sehr lieb, daß Braun sich nunbloß mit einem Titelblatt begnügen will. UhlandsLiedchen hat mein Jnn'res angesprochen, und ich darfnun meine Ideen nicht erst weken. Du weißt aber,daß ich nur Umriße liefern kann. — Wann nur dasverdammte Format nicht wäre! — Ich werde mich so-gleich ans Werk machen, und sobald es fertig ist, sollst
Du's haben."-Aber aus einem Briefe an Uhland
vom 29. Februar 1812 sehen wir, daß die Zeichnungnoch nicht angefangen war; sie ist vermutlich nie gemachtworden, so wenig als das von Kerner gewünschte Blatt.
Seine Gönner sahen ein, daß es auf dem bis-herigen Wege nicht weiter gehen konnte und durfte.Man mußte ihm aus der Schreibstube heraus helfenund ihm Gelegenheit geben, seine Kunst wirklich zu er-lernen. Eine dem König Friedrich vorgelegte Skizzewurde nicht ungünstig ausgenommen. Die am 1. März1812 in Stuttgart eröfsnete erste Kunstausstellung solltedie Sache weiter führen. Gangloff sandte eine Toten-feier des Patroklus nebst einigen kleineren Blättern ein,jedoch ohne Erfolg. Wohl aber blieb die Ausstellung