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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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F. S. Stirnbrand

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Maler Gegenbaur, dem Architekten Knapp und anderenmancherlei Genutz und Förderung. Nachdem er imFrühjahr noch Neapel und Sizilien besucht hatte, kehrteer über Venedig und Wien nach Karlsruhe zurück.

Aber Mathilde, die Witwe König Friedrichs, beriefihn bald nach Ludwigsburg, von wo er erst im Jahre1830 nach Stuttgart übersiedelte. Er baute sich dortein eigenes Haus in der Alleenstraße, worin er Dichtern,wie Lenau, Geibel, Dingelstedt, Hackländer, Malern,Musikern, Schauspielern und Kunstfreunden aus allenStänden eine edle Geselligkeit bot, unterstützt seit 1838durch seine Gattin, eine Tochter des Arztes und Natur-forschers vr. Hartmann in Göppingen, welche alsWitwe des Triester Kaufmanns und Konsuls Guthermit einer liebenswürdigen Tochter, späteren GräfinNormann - Ehrenfels, in Stuttgart lebte. Seine echtösterreichische Gemütlichkeit, sein prächtiger Humor undseine zuverlässige Gesinnung gewannen ihm Freundeunter den Schwaben in einem Umfange, wie dies sonstselten einem Fremden gelungen ist.

Als Porträtist entfaltete Stirnbrand eine sehr ausge-dehnte Thätigkeit im königlichen Hause, dessen Haupt,König Wilhelm, er unzähligemale verewigte, H in den Fa-milien des Adels. in den Kreisen des Theaters und der

') Ein lebensgroßes Bild des Königs, das bei einem Garnisons-wechsel das scheidende Offizierscorps der Stadt Ulm im Jahre 1835für ihren Rathaussaal schenkte, mußte er später mehr als zwanzig-mal wiederholen.

2) Vortreffliche Bildnisse in Oel des Diplomaten Freih. AdolfLeutrum von Ertingen und seiner Gemahlin Emma geb. Taetsvon Amerongen finden sich im Schloß Unterriexingen OA. Vai-hingen.