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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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F. S. Stirnbrand

Reise nach seiner österreichischen Heimat machen konnte.Unterwegs überall Bildnisse malend, blieb er den Winterüber in Linz und ließ sich dann nach vorübergehendemAufenthalte zu Karlsruhe wieder in Stuttgart nieder.Hier fand er jetzt an der Gemahlin Herzog Wilhelms vonWürttemberg (1777—1822) eine treue Gönnerin. Auchderen Söhne, Graf Alexander, der Dichter, und GrafWilhelm, H der nachherige Herzog von Urach, sowie ihrSchwiegersohn, Graf von Taubenheim, beehrten ihnspäter zeitlebens mit ihrer Freundschaft und mit Auf-trägen. Ein von General Stockmayer zuerst bestelltes,aber von König Wilhelni I. erkauftes Bildnis der imJahre 1819 verstorbenen Königin Katharina, wozu ihmDannecker und die Hofdame Fräulein von Baur ihrenRat liehen, brach ihm vollends Bahn in den Stutt-garter Kreisen. Er mußte dieses Bild mit der Zeitnicht weniger als einundzwanzigmal kopiren.

Von Stuttgart aus gut empfohlen, machte Stirn-brand im Jahre 1820, überall wieder viel porträtirend,eine Reise nach Belgien und Paris und von da überLuxemburg und Trier nach Karlsruhe, wo er, mitmannigfachen Aufträgen von der großherzoglichen Fa-milie betraut, vier Jahre verweilte. Im Jahre 1824ging er nach Rom, malte Leo XII. für das StiftSt. Florian bei Linz und fand im Umgänge mit demalten „Schwabenvater", dem Maler Joseph AntonKoch, und einigen Württembergern, dem DiplomatenKölle, dem Theologen und Kunstforscher Grüneisen, dem

0 Im Jahre 1857 malte St. den Grafen lebensgroß inmittelalterlicher Rüstung für die Burg Lichtenstein.