262
F. S. Stirnbrand
höheren Beamtenschaft, stets sicher im Treffen, warm-herzig in der Auffassung und von naiver Frische inden Farben.
Der Mängel seiner autodidaktischen Kunstbildungblieb er sich wohl bewußt und wagte sich deshalb nurselten an Kompositionen. Durch gute Lithographienwaren einst viel verbreitet seine Jahreszeiten, dargestelltals vier schwäbische Landmädchen. Zwei Schlachten-bilder aus dem Jahre 1848: Hauptmann Heintzmannim Gefecht bei Gernsbach, und Hauptmann Lipp imGefecht bei Dossenbach, erwarb König Wilhelm. Derneu eingerichteten katholischen Kirche in Cannstatt schenkteer einen h. Martin und eine Madonna als Altarbilder.Stirnbrand starb in Stuttgart am 2. Aug. 1882.
Ein gutes Selbstporträt von ihm ist im Besitzevon Stuttgarter Verwandten.