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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. F. Dieterich

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oder sonst etwas zu malen gab, unter Wasser aufbe-wahrte, auslieferte, um sie selbst heimlich in ihremDachkämmerlein abzukonterfeien. Die fertige Bogen-Ahne, „unbewußt im strengsten altdeutschen Stile gemalt",wie Dieterich später fand,H überzeugte deren Sohnselbst und die Biberacher Gönner Dieterichs so sehr vondessen großem Talente, daß man beschloß, ihn in einebessere Schule zu geben. Er wurde im Jahre 1802dem Hofmaler Viktor Wilhelm Peter Heideloff inStuttgart anvertraut, aber hier acht Jahre lang fastausnahmslos zur Theatermalerei verwendet. Nur schüch-tern wagte er sich, daneben auch von dem HofmalerI. B. Seele unterrichtet, an einige Kinderbildnisseund historische Kompositionen, von denen eine: WieHerzog Eberhard I. den von dem heiligen Grabe mit-gebrachten Dornzweig in dem Klostergarten zu Einsiedelpflanzt, zur Ausführung in Oel kam.

Im Jahre 1811 ging der junge Mann nach München,wo er die Kunstakademie besuchte und sich mit Bildnis-malen ernährte. Auf eine dortige Kunstausstellungbrachte er zwei Bilder: Ottilie in den Wahlverwandt-schaften von Goethe, und Oedipus, von seiner Tochtergeführt. Das letztere verkaufte er um den halben Preisin Stuttgart, wohin er von König Friedrich zurück-gerufen, aber nicht verwendet wurde. Doch lernte erhier die Werke von Schick und Wächter kennen, wasseiner Kunst einen bedeutungsvollen Anstoß zur Be-freiung von den akademischen Schranken gab. Nach