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I. F. Dieterich
freute daneben seine Biberacher als guter Sänger beiallen Gelegenheiten, wo Knabenstimmen öffentlich zuverwenden waren, in der Kirche, auf dem Friedhof,beim Herumsingen der Schüler vor den Häusern.Allein als es nach Vollendung der Schulzeit zum Ein-tritt in eine Malerlehre kommen sollte, war das ermalteGeld von den Eltern selbst zum größten Teil im Haus-halt aufgezehrt. Der gute Junge wurde nun zuerst indem Donaustädtchen Scheer einem auswärtigen Malerübergeben, der damals in dem fürstlich TaxisschenSchlöffe die Zimmer ausschmückte. Aber statt malenzu lernen, mußte der arme Lehrling nach dem Brauchejener Zeit vom frühen Morgen bis in die späte NachtFarben reiben. Als er, hierüber unglücklich, bald davon-lief, gab man ihn einem Hutmacher zu Biberach in dieLehre, bei dem er jedoch um so weniger gut that, alsdas heimlich wieder betriebene Geschäft der Sackmalereiden Künstler in ihm wach erhielt. Der Vater machteeine neue Malerlehre für ihn bei dem Meister Bog inEhingen a. d. Donau ausfindig. Auf Betreiben eineswackeren Bürgers von Biberach, des Konditors DanielStecher, der den angehenden Künstler später auch auseigenen Mitteln unterstützte, griff der Stadtrat vonBiberach dem Vater mit 100 Gulden zur Aufbringungdes Lehrgeldes unter die Arme. Allein Bog, der sichmehr dem Nebenberufe eines Feldmessers widmete, gabdem Lehrling nur einen notdürftigen Unterricht imZeichnen. Doch eines Tages überredete der vierzehn-jährige Bursche die Mutter seines Meisters, die alsWitfrau im Hause lebte, daß sie ihm die Farben,welche ihr Sohn oft jahrelang, bis es ein Heiligenbild