XXIII.
Johann Friedrich Aieterich.
1787—1846.
ls „Ersatz für Schick" begrüßten die württem-bergischen Kunstfreunde einen um elf Jahrejüngeren Künstler aus Biberach, dessen Talent immerhineine gewisse Verwandtschaft mit dem des frühe abge-schiedenen Stuttgarter Meisters hatte. Johann FriedrichDieterich war geboren am 21. September 1787. SeinVater, der einen kleinen Lebensmittelhandel trieb und beider Schranne als Sackträger diente, lehrte den schon inzartem Alter eine ungewöhnliche Neigung zum Zeichnenverratenden Knaben die von ihm selbst geübte Kunst,Fruchtsäcke mit Eigentümernamen und schwarzen Figurenvon Tieren, Werkzeugen und, was sonst die Bauernund Handwerker haben wollten, zu bemalen. DerVerdienst, den die rasch wachsende Kundschaft des„Frieder" einbrachte, sollte in dessen Sparhafen gelegtund dereinst für ihn als Lehrgeld bei einem Malerverwendet werden. In der Volks- und später in derLateinschule machte der Junge rasche Fortschritte und er-
Aus d. A. D. Biogr. Bd. 5 S. 156 f.; erweitert.