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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. I. Th. Lcybold

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Gottlob Friedrich Steinkopf,') nach Rom zu gehen undsich sieben Jahre dort aufzuhalten. Ein daselbst voll-endetes Gemälde: Die Wohlthätigkeit Cimons, recht-fertigte die guten Hoffnungen, die man in Wien fürsein Talent geschöpft hatte. Aber als er im Jahre1815 dorthin zurückkehrte, konnte er doch nur mitPorträtaufträgen sein Brot verdienen.

Durch den im Jahre 1820 bei der württembergischenGesandtschaft in Wien verwendeten Freiherrn Joh. Georgvon Cotta wurde Leybold im Jahre 1821 nach Stutt-gart gezogen, um das Porträt von dessen Vater, Joh.Friedrich von Cotta, in ganzer Figur und Lebensgrößezu malen. Durch weitere Bestellungen von Bildnissenfestgehalten, blieb er zuletzt ganz in der alten Heimat.Er wurde am 27. März 1829 als Professor an derdort errichteten Kunstschule angestellt und erhielt imJahre 1842 dazu noch die Inspektion der neu gegründetenstaatlichen Gemäldegalerie übertragen. Diese Sammlungbesitzt zwei Bilder von ihm: Die Erziehung des Bacchus,und Nymphen an einer Quelle. Beide zeigen ihn derklassizistischen Richtung getreu, aber verraten zugleich,daß ihm dieselbe, wie seinen meisten Zeitgenossen, dochnur wie eine fremde und unbequeme Rüstung saß,welche anzulegen immer aufs neue Ueberwindung kostete.Die einzige Arbeit, die ihm zu seiner Zeit einen be-deutenden Ruf erwarb, hatte, wenn auch in klassizistischenFormen ausgeführt, doch einen romantischen Stoff zurGrundlage. Tie „Weimarischen Kunstfreunde" machtenim Jahre 1826 ein Preisausschreiben für eine Hand-

') S. Nr. XIX.