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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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aus dem Karzer, wohin man die beiden Verdächtigendrei Tage zuvor Sicherheit^ halber verbracht hatte.Seele mußte in dem jetzt besser verwahrten Lokale vierWochen und zwei Tage ausharren, bis seine Fürstinihn von Herzog Karl zurück erbat, um ihn selbst „fürseine bisherige schlechte Aufführung" zu bestrafen. Bisnach Hechingen von einem gutmütigen Stuttgarter Stadt-soldaten und von da durch einen „barbarischen" hohen-zollerschen Korporal nach Donaueschingen transportirt,erhielt er von Marie Antonie gnädigste Verzeihung undden Auftrag, etwas zu malen, damit sie sehen könne,was er inzwischen gelernt habe. Sein Bild fiel zurZufriedenheit aus, alles Vorherige war vergessen under bekam Beschäftigung in Fülle. Aber im Jahre 1796starb Josef Maria Benedikt und im Jahre 1797 dieFürstin.

Der neue Regent, Karl Joachim, ein Bruder seinesVorgängers, entzog ihm jede Unterstützung. Seele ging indie Schweiz, wo er Bildnisse und Schlachtenstücke malte,wurde aber bald zurückberufen. Im Sommer 1797 <oder1798?) machte er von Jmnan aus, wo er die hahen-zollern-sigmaringensche Fürstenfamilie malte, einen Besuchin Stuttgart und blieb dort, obwohl er die Absicht hatte,nach Wien zu gehen, durch Aufträge und „Verhältnisse,denen er gerne nachgab", festgehalten. Von hier auswurde er im Jahre 1799 (oder 1800?) nach Tonau-eschingen berufen, um den Erzherzog Karl von Oester-reich, der sein Hauptquartier dort hatte, zu portrütiren.Tie Kümpfe mit den Franzosen, die sich seit einigenJahren in Südwestdeutschland abspielten, hatten ihmGelegenheit gegeben, sich als Soldaten- und Schlachten-