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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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der Natur gemalt, Landschaften, Schlachten, Bildnisse,Familiengemülde und geistliche Gegenstände, namentlichNotivtafeln, brachten ihm schon ziemlichen Verdienstund „einen für seine Jahre nicht unbedeutenden Namen".

Allein es konnte dem jetzt fünfzehnjährigen Künstlerund seinen Gönnern nicht verborgen bleiben, daß ihmein geregelter Kunstunterricht not thue. Auf Empfehlungder Fürstin Marie Antonie, deren Gemahl Josef MariaBenedikt inzwischen (1783s zur Regierung gekommenwar, nahm ihn im Dezember 1789 Herzog Karl Eugenvon Württemberg unentgeltlich in seine Karlsschule auf.Diese Anstalt hatte damals sehr tüchtige Lehrer derMalerei an Johann Friedrich Leybold für Zeichnen undModelliren nach der Natur, Adolf Friedrich Harper fürLandschafts- und Philipp Friedrich Hetsch für Geschichts-malerei. Seele machte auch rasche Fortschritte. Schonim Jahre 1790 durfte er um einen Preis losen, wobeiihm aber das Glück nicht günstig war. Doch erhielter als der erste in seiner Lehrabteilung das „Band",ein zwei Finger breites gelbes Bündchen mit rotenEnden, das auf der rechten Schulter bei der silbernenAchselschlinge getragen wurde. Auch bei der Preisaus-teilung vor Ostern 1791 ließen ihn die Würfel, mitdenen gelost wurde, wieder im Stich, vielleicht zur Be-friedigung des Herzogs und der militärischen Vorgesetzten.Denn in die Zucht und Ordnung der Anstalt wußtesich der Junge trotz der strengen Erziehung zu Hausenicht zu finden. Er erzählt selbst, daß er richtig jedes-mal dabei gewesen sei, wenn von einem Kameraden einausgelassener Streich verübt wurde. Ehemalige Mit-schüler gaben ihm bei Wagner, dem Geschichtsschreiber