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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. F. Thouret

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der freilich nach heutigen Begriffen höchst bescheideneKursaal in Cannstatt (1825-20); das künstlerischvon allen seinen Arbeiten am sorgfältigsten durchgeführteneue Badgebüude in Wildbad (1839-47). TiePrivatgebäude, deren er in der Hauptstadt eine großeAnzahl gebaut hat, sind jetzt meist so stark verändert,daß man sie kaum mehr mit seinem Namen in Ver-bindung bringen darf. Zu den bedeutendsten gehörtendas Palais des Grafen Wilhelm von Württemberg,späteren Herzogs von Urach (Schiedmayersches Haus)in der Neckarstraße, und der Bazar (1834-37, inder Königsstraße, dessen schwere dorische Pfeiler imJahre 1880 unter gänzlicher Umwandlung der Fassadeentfernt wurden. Einige stattliche Häuser in derKönigs- und Friedrichsstraße haben durch Entfernungder kräftig vorspringenden und mit zierlichem Eisen-geländer versehenen Freitreppen das vornehme Aussehenverloren, das ihnen der Baumeister zu geben gewußthatte.

Von kunstgewerblichen Aufgaben, wozu Thouretwie geschaffen war, können wir nur eine einzige fürihn Nachweisen, den jetzt wegrestaurirten Hochaltar inder Domkirche zu Rottenburg a. N.; aber manch altesMöbelstück in den von ihm eingerichteten Schlössernverrät noch deutlich den Stempel seiner Kunst. Dasvon ihm entworfene Fußgestell des Stuttgarter Schiller-Standbildes (1838) ist in seiner Art mustergiltig.

In seinen früheren Bauten zeigt unser Meistereine ganz der Weinbrennerschen, streng klassizistischenSchule entsprechende Vorliebe für derbe dorische Formenund überrascht bei seiner phantasievollen Natur durch

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