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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. F. Thourct'

für geometrisches und architektonisches Zeichnen amGymnasium und der Realschule zu Stuttgart gemacht.Thouret erhielt in demselben Jahre bei Gelegenheitseiner Aufnahme in die K. Kunstkommission, welchedas Ministerium in Kunstsachen zu beraten hatte, denTitel eines Professors der Baukunst, den ihm Goethevorgreiflich schon in den Tagebüchern und Briefen von1797 an zu geben Pflegte. Seine eigentliche Bestimmungaber sollte eine Professur an der neu zu errichtendenKunstschule sein. Nur wurde diese thatsächlich erst imJahre 1829 ins Leben gerufen. Thouret bekam nebendem an die Spitze gestellten Dannecker die Funktioneines stellvertretenden Mitgliedes der Direktion, die manihm auch beließ, als im Jahre 1839 nach DanneckersAusscheiden die Vorstandschaft nicht wieder einem Künstler,sondern, als widerrufliches Nebenamt, dem Ober-regierungsrat Köstlin übertragen wurde. Am 1. Jan. 1830erhielt er zu dem Zivilverdienstorden, den ihm KönigFriedrich im Jahre 1808 verliehen hatte, auch dasRitterkreuz des Kronordens und im Jahre l.842 denTitel eines Oberbaurates.

Seine Hauptlehrthätigkeit entwickelte aber Thouretnicht in der Kunstschule, sondern nach damaliger Sitteauf seinem Baubureau, wo er als vielbeschäftigterStaats- und Privatbaumeister junge Techniker heranzog,ohne übrigens „Schule" zu machen. Bon seinenöffentlichen Bauten sind zu nennen: das deni Grasenvon Zeppelin auf dem Ludwigsburger Friedhofe vonKönig Friedrich errichtete Mausoleum (1802—1806);das für jene Zeit sehr zweckmäßig angelegte und ein-gerichtete Katharinenhospital in Stuttgart (1820—27);