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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. F. Thouret

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Stellung wurde ihm, nachdem im Jahr 1802 das aufdem Platze des jetzigen Waisenhauses stehende sogenanntekleine Theater in Stuttgart abgebrannt war, dieEinrichtung einer Bühne in dem Nedoutensaale auf-gegeben, an dessen Stelle jetzt der Königsbau getretenist. Er schuf sofort auch einen Entwurf für ein neuesgroßes Theater und machte die eifrigsten Vorstudienzu dessen Ausführung, erhielt aber keinen Auftragdafür von Herzog Friedrich. Des Künstlers Kräftezersplitterten sich an allerlei kleineren Aufgaben seinesAmtes, Aus- und Umbau der fürstlichen Schlösser undGartenanlagen zu Stuttgart (Einrichtung des rechtenSchloß-Flügels 1805—1807), Ludwigsburg, Monrepos,Freudenthal, Solitude, Scharnhausen, Erfindung vonHof- und Jagdfesten, Ausstattung von Opern undähnlicben Geschäften. Er galt bei Hof als ein Mann,dessen bewegliche Phantasie und unerschöpfliche Arbeits-kraft alles möglich zu machen wisse. Als ihn imJahr 1808 Jerome und Katharina von Westfalen zurEinrichtung ihrer Schlösser zu haben wünschten, erklärteihn König Friedrich für unabkömmlich?)

Nach dessen Tode im Jahre 1816 trat fürThouret eine ruhigere Zeit ein, da König Wilhelm I.seine größeren Bauten erst später begann und dannandere Architekten dazu verwendete. Er schied imJahr 1818 aus seiuer Hofstellung aus und solltevornehmlich als Lehrer verwendet werden. Ein Anfangdazu wurde in diesem Jahre mit einem Lehrauftrag

0 S. Briefw. der Königin Katharina und des KönigsJerome v. Westfalen rc. Herausg. v. A. v. Schloßberger Bd. 1