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G. H. Rapp
die Geheimnisse des ästhetischen Schaffens gewahre».Tannecker dagegen fand an dem wohlunterrichteten undphantasievollen Rapp mancherlei Anregung bei derWahl seiner Stoffe und für die Ausführung seinerWerke einen feinfühligen Berater. Seinen Schüler,Theodor Wagner, hörten wir einmal sagen: „Ohneseinen Rapp Hütte Dannecker weder eine Ariadne nocheine Stuttgarter Nymphengrnppe geschaffen." Außer-dem stand auch der gewiegte Kaufmann dem Freundezur günstigen Verwertung seiner Arbeiten bei und wurde,wie wir sehen werden, als Kunstschriftsteller der Heroldseines Künstlerruhmes. Die beiden Schwäger teiltenmit einander Leid und Freud in der Familie und denfreundschaftlichen Umgang mit Stuttgarter Gelehrten,Künstlern und Staatsmännern, welche sich in der„Tanneckerei", Tanueckers im Jahre 1807 bis 1808ans dem Schloßplatze erbautem Haus und Atelier, beiRappschen Haus- und Gartenfesten, sowie in geselligenVereinigungen verschiedener Art zusammenfauden. Auchalle Fremden von Bedeutung, die zahlreich Danncckerzu lieb nach Stuttgart kamen, fanden jederzeit RappsHaus und Herz offen.
Als die schönsten Früchte, die auf dem Boden dieses,in seiner Art einzigen Verhältnisses reiften, durften diebeiden ihre gemeinsamen Freundschaften mit Schillerund Goethe rühmen. Tannecker war schon von derKarlsschule her mit Schiller eng befreundet. Bei dessenAufenthalt in der schwäbischen Heimat im Jahre 1793 bis1794 fanden sich durch ihn auch Rapp und Schiller, sowiederen Frauen in herzlichem Wohlwollen zusammen. Nachder Abreise der Familie Schiller trug ein gemeinsamer
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