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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Töchtern schenkte, und ihrem, bald durch große Gast-lichkeit ausgezeichneten Hause mit frommem und klugemSinne Vorstand.

Ohne seine Tuchhandlung zu vernachlässigen, fuhrRapp, dem trotz seiner zarten Konstitution eine großeArbeitskraft zu Gebot stand, jetzt fort, seine Kunst-übungen, besonders im Fache der Landschaft, eifrig zutreiben, so daß er über die Grenzen des gewöhnlichenDilettantismus hinaus kam. Naturstudien mit Bleistift,Feder und Pinsel und ausgeführte landschaftliche Kom-positionen in Tusche, Sepia und Wasserfarben, vomJahre 1782 bis 1819 gehend, rechtfertigen, von pietät-vollen Nachkommen treu behütet, noch heute vollkommendie große Meinung, welche die Zeitgenossen von seinerKunstbegabung hegten.

Seine Gedanken über Natur- und Kunstschönheitsuchte er im Umgänge mit Künstlern zu läutern. Mitdem Maler Hetsch, einem um drei Jahre älteren Freunde,war er schon bei seinein Pariser Aufenthalt viel um-gegangen; auch dessen Kollegen an der Karlsschule,den Landschafter Harper und den Kupferstecher Müller,finden wir unter seinen nächsten Bekannten. Von aller-größter Bedeutung aber wurde für ihn die Verbindungmit dem Bildhauer Dannecker, welche sich nach dessenZurückkunft ans Italien entspann. Dannccker führtenoch am 14. November desselben Jahres seine jüngereSchwester, Heinrike Charlotte, als Gattin heim. DemKunstfreund Rapp, in dem auch etwas vom Kunst-philosophen steckte, mußte der Umgang mit einem Künstlervon so aufgeschlossenem Gemüt und mitteilsamem Munde,wie Dannecker, die genuß- und lehrreichsten Einblicke in