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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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Freund, der Buchhändler Joh. Friedr. Cotta, schriftlichund mündlich Grüße herüber und hinüber.') Charlottevon Schiller schildert in einem Briefes bom Jahre1810 an Cotta den Freund, in dessen Haus sie fünfTage zu Gast gewesen war, mit den artigen Worten:„Er vereinigt so viel feine Bildung mit einem thätigenLeben und weiß so viel Geist und Genuß in sein Lebenzu legen. Und dabei die große Güte und Zartheit desGemüts, die so selten ist, und sein Talent. Er ist reichvon Natur begabt!" Noch bis zum Jahre 1825können wir Nachweisen, daß Charlotte und ihre Kinderbei Besuchen in Stuttgart liebevolle Aufnahme imRappschen Hause fanden. Rapp war auch ein thätigesMitglied des im Jahre 1827 gegründeten StuttgarterVereines für das Denkmal Schillers, freilich ohne dieAufstellung der Schillerstatue (im Jahre 1839) zu er-leben. Cotta war der Meinung?) Rapp wäre der ge-eignetste Mann, eine Biographie Schillers zu schreiben,wenn ihm sein Beruf Zeit zu literarischer Thätigkeitließe. Mag das zu viel gesagt sein, so müssen wir dochimmmerhin bedauern, daß er nicht einmal über seinenpersönlichen Verkehr mit dem großen Freunde Auf-zeichnungen machte. Nur eine einzige Spur führtdarauf, in welcher Richtung sich die Gedanken der beidenMänner mit Vorliebe getroffen und befruchtet habenmögen. G. Schwab H in seinem Leben Schillers er-

S. Bricsw zw. Schiller und Cotta heransg. von W. VollmerS. 46l. 486. 487. 539.

2 ) G. ebenda S. 21.s) S. ebenda S. 21.r) 1. Aufl. S. 476 ff.