K. S. L. Simanowiz
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baums. Mit Originalbriefen von Schiller, ThereseHuber und ihren Zeitgenossen." Stuttgart 1847 (zweite(Titel-) Ausgabe ebenda 1850ss hat die Witwe einesProfessors der Theologie und späteren Pfarrers zuStetten i. R., Friederike Klaiber, geborene Hellwag,das Leben der Künstlerin in einem schwerfälligen Buchegeschildert, aus dessen mancherlei Einschiebseln der ge-schichtliche Kern nur mühsam und unsicher herauszu-schälen ist. Immerhin geht daraus hervor, daß Ludovikeeine Frau von Hellem Verstand und reichem Gemüt war,die ihren Kunstberuf mit allen Pflichten und Tugendeneiner deutschen Hausfrau wohl zu verbinden wußte.Hiermit stimmen auch die Charakterbilder überein, welcheihre Zeitgenossen Pahl H und Kerner 2) von ihr ent-worfen haben.
Als Bildnismalerin, was sie fast ausschließlich war,schon von ihren Zeitgenossen hochgeschätzt, hat FrauSimanowiz mit der wachsenden Verehrung des deutschenVolkes für Schiller nach ihrem Tode noch weit größerenRuhm erworben. Bei einer Porträtausstellung, ver-anstaltet im Jahre 1881 vom Württembergischen Kunst-verein im Königsbau zu Stuttgart, wo die Bilderder Familie Schiller, ihr Selbstportrüt, ein Bildnisder Malerin Elisabeth Luise de Lebrun, geborenenVigve (1755—1842) und viele anderes beisammenwaren, kamen alle Kenner überein, daß man nicht leichtvon Frauenhand Bildnisse mit so durchdachter Auffassung
>) Joh. Gottfr. Pahl Denkwürdigk. aus m. Leben S. 3S8.
2 ) Justinus Kerner Das Bilderbuch aus meiner KnabenzeitS. 857.
3) S. den gedr. Katalog dieser Ausstellung. Stuttg. 1881.