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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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K. S. L. Simanowiz

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ihrer Studien wieder nach Paris. Helene Balletti ver-mählte sich bald darauf mit einem wackeren französischenEdelmann, Herrn von Lacoste, durch dessen Haus Lu-dovike noch mehr als zuvor mit der besten Gesellschaft,wie zum Beispiel mit dem Minister Necker und seinerTochter, Frau von Staäl, bekannt wurde. Für diefranzösische Revolution schwärmte die phantasievolleSchwäbin anfangs um so herzhafter, als Herr vonLacoste Patriot und Mitglied der ersten Nationalver-sammlung war. Aber die rasch steigende Anarchienötigte nach dem 10. August 1792 die Familie Lacoste,auf ihre Güter an der spanischen Grenze zu flüchten.

Frau Simanowiz. die nnter Lebensgefahr nur mitdem Portier und der Köchin in deren Hotel zurück-geblieben war, floh später in die Normandie, von wosie, unterwegs in Straßburg noch von einem schwerenNervenfieber befallen, im Jahre 1793 nach Ludwigs-burg zurückkehrte. Hier fand sie gleich in diesemJahre eine hohe Aufgabe für ihre gereifte Kunst. Schillerließ bei seinem Besuch in der Heimat sich und imJahre 1794 seine Frau von ihr in Oel malen, alsnahezu lebensgroße KniestückeH. Um dieselbe Zeit machtesie auch halblebensgroße Brustbilder in Oel von seinenEltern und seiner Schwester Christophine (verehelichteReinwald), sowie zwei Miniaturbrustbildchen, Skizzen

U Ein anderes (von mir nicht gesehenes) Schillerbild von ihrerHand, mit schwarzer Kreide und Wassersarben gemalt, das imJahre 1884 von Frau Major Riedel auf der Schillerausstellungin Weimar ausgestellt war, ist wohl als Vor- oder Hilssarbcitzu dem Oelbilde anzusehen? S. Beilage zur Allgem. ZeitungJg. 1884 S. 4636.