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K. S. L. Simanowiz
ihr, hinderte sie aber, da er selbst sehr kunstsinnig war,nicht, im Jahre 1787(?) mit Unterstützung Herzog Karlszur weiteren Ausbildung in ihrer Kunst nach Paris zugehen. Hier fand sie an dem Miniaturmaler JeanBestier (gest. 1810) einen vorzüglichen Lehrer; sie bliebmehrere Jahre daselbst, vielfach gefördert und beschütztdurch eine Stuttgarter Landsmännin, die Tochtereines Balletmcisters an der Karlsschule, Helene Ballett,,die mit ihrer Mutter dorthin gezogen war und alsKonzert- und Theatersängerin in großem Ansehen stand.Ludovike nahm Wohnung bei dieser von der Berfasserinihrer Lebensbeschreibung (s. u.) Bellino genannten Familie,in der auch andere Württemberger, wie der Arzt undPolitiker Georg Kerner H und der Historienmaler Eberh.Wächter 2 ) viel verkehrten.
Ungern verließ Ludovike im Jahre 1790 (?) Paris,als sie von dem Herzog Friedrich Eugen von Württem-berg nach Mömpelgard (.Konti,vlinnl) berufen wurde,um ihn und seine Familie dort zu malen. Von dakehrte sie in ihre Heimat zurück und trat in Ludwigs-burg in die Ehe. Aber von ihren Freunden lebhaftzurückgerufen ging sie im Jahre 1791 zur Fortsetzung
wesen sein. Beide waren nach Akten des K. Haus- u. Staats-archivs zu Anspach geboren, wo der Vater, der es in wllrttemb.Diensten zum Offizier brachte, „herrschaftlicher Husar" war.
U S. Lang K. Fr. Reinhard im ausw. Minist, zu Paris,in den Preuß. Jahrb. Bd. 56 (1885) S. 871, wo di- Ballettiihren richtigen Namen trägt. Die Verfasserin der Ludovike wolltemit dem erfundenen Namen Bellino die Erinnerung au denBalletmeister verwischen, den sie zu einem „Unteroffizier" macht ^
2) Nach Haakh Beiträge ec. S. VIII der Vorrede wurdeWächter damals von Ludovike gemalt. S. Nr. XIII.