I. H. Daimecker
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Lebensjahren fast alles Andenken an das Vergangene;aber die treue Hut seiner zweiten Gattin, FriederikeKolb, ersparte ihm die schmerzlichsten Empfindungendieses Traumdaseins, bis ihn am 8. Dezember 1841ein leichter Tod davon erlöste. Neun Jahre zuvorhatte er selbst seinem Freunde Rapp die „schönen ver-klärten" Augen zugedrückt.
Hätte Dannecker nur seine Werke geschaffen, wärevon ihm zur Förderung der Kunst genug geschehen.Tenn das gute Beste darin muß doch immer dieschaffende Hand der Künstler leisten. Aber er und seinFreund haben unser Land noch darüber hinaus zugroßem und bleibendem Danke verpflichtet; sie warenunermüdlich in der Kunstpflege. Als nach Aufhebungder Karlsschnle in Stuttgart keine öffentliche Kunst-schule mehr bestand, gab Dannecker bei sich Gelegenheit,nach Gips und nach der Natur zu zeichnen. EinerReihe von jungen Talenten eröfsnete er den Weg zurKunst, erleichterte ihnen die Not der Lehrjahre und ver-schaffte ihnen die Mittel zu den Wanderjahren. Mitrührender Liebe hingen sie aber auch an ihm, die Bild-hauer, wie die Maler, die Mack, Schweickle, Zwerger,Jmhoff, Wagner, Weitbrecht, so gut wie die Schick,Gegenbaur und Neher.
Nicht für sich, denn er hatte damals den Meißelschon ans der Hand gelegt, sondern zur Förderung jungerKünstler und zur Ausbreitung der Kunstliebe beteiligtesich Dannecker im Jahre 1827 eifrig bei der Gründungdes wiirttembergischen Kunstvereins, dessen Geschäfts-führung Rapp einrichtete und in den ersten Jahrenselbst übernahm. Aber die beiden Freunde ruhten auch