I. H. Dannecker
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sagen, daß sich die Hauptstadt unsres Landes der Ehreund des Glückes dankbar bewußt ist, der Geburtsort,die Bildungsstätte, die Schaffensheimat eines der größtenKünstler der deutschen Nation gewesen zu sein.
Mit hochherziger Freigebigkeit hat unser erhabenesKönigshaus die Reihe der aus ganz Deutschland ge-spendeten Gaben eröffnet, und mit ehrfurchtsvollstemDanke rühmen wir außerdem die Gnade Seiner Majestätdes Königs, welche das Unternehmen durch Einräumungeines Ateliers an unfern Künstler im königlichen Resi-denzschlosse und durch Zuweisung des trefflich gelegenenAufstellnngsplatzes gefördert hat.
Es ist Herrn Ernst Curfeß gelungen, das Bild desMeisters nach dessen eigener Büste höchst lebensvoll dar-zustellen und in der Auffassung und Anordnung desganzen Werkes den Geist jener Zeit und Kunst aufsglücklichste zur Anschauung zu bringen. Eine griechischeMuse, das heißt der Genius der hellenischen Kunst,setzt dem deutschen Meister einen Kranz auf das Haupt.Gestatten Sie mir, diesen Gedanken, der an dem Denk-male selbst in ansprechendster Form vor Ihre Augentreten wird, in seinem ebenso reichen als richtigen Sinnevor Ihnen zu begründen.
Als Dannecker die ersten Schritte auf dem Bodender Kunst machte, wandelte die deutsche Bildhauereinicht im Geleite der griechischen Musen. Sie schrittmit so viel oder wenig Grazie, als ihr verliehen war,hinter dem Wagen einer Göttin her, deren Tempel fernvom Lande der Hellenen — am Strande der Seinestand. Ob sie noch mit den zierlichen Formen desRokoko spielte oder zu der kühlen Höhe des klassisch sein