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P. F. Hetsch
Die Bilderft von Hetsch, der mit eisernem Fleißein jedem einzelnen Werke sein Bestes zu geben suchte, sandenunter seinen älteren Zeitgenossen große Anerkennung.Später kam eine Zeit, wo er mit den Franzosen derRepublik und des ersten Kaiserreichs, zu deren künst-lerischer Gefolgschaft er gehörte, von den deutschenKunstgelehrten einer allzustrengen Beurteilung unter-worfen wurde. Obgleich er ungewöhnlich richtig zeich-nete und in der Darstellung des Nackten mit denBildhauern an Reinheit der Formen zu wetteifern suchte,muß er mehr als Kolorist angesehen und als solcher hochgestellt werden. Seine Farbe hat nicht das GuibalscheFeuer, aber vor der von Vien und David hat sie,wie auch seine Linie, eine doch mehr deutsch an-mutende Zartheit und Lieblichkeit voraus. Freilich fehltseinen Gestalten im Ausdruck noch jene seelische Ver-tiefung, wodurch schon sein Schüler Schick als der Vor-bote einer in dieser Richtung besseren Zeit erschien.
Die Stoffe seiner Bilder, die sich meist im Besitzedes württembergischen Hofes und Staates befinden,ftsind mit Vorliebe aus der antiken Sage und Geschichtegenommen, wie zum Beispiel: Der über die Wegnahmeder Briseis zürnende Achilles (im Stuttgarter Schlosset,Ter Abschied des Regulus von den Seinigen, Papiriusund die gallischen Krieger (gestochen von C. Leyboldt,Cornelia mit ihren Kindern (Stuttgarter Staatsgaleriet,
1838. Man findet häufig für ihn das falsche Todesjahr 1839angegeben.
ft Ähre Zeltfolge ist sehr unsicher.
ft Auch die ehemals Freih. von Uexküllsche, jetzt Freih. vonMarschallsche Sammlung in Karlsruhe besitzt einige davon.