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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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gehalten und recht im Ernst den Misanthropen gespielthabe. Hetsch hatte im Jahre 1800 seine erste Gattin,eine Tochter des Kammerrats Scholl, mit der er seit1787 verheiratet war, durch den Tod verloren, undeine zweite Ehe, die er bald darauf einging, wurde„wegen einer nicht wohl auszugleichenden Verschiedenheitder Charaktere" nach Jahresfrist wieder getrennt. Diesmag wohl Ursache seiner damaligen Verstimmungen ge-wesen sein, hinderte ihn aber nicht, gerade im erstenJahrzehnte dieses Jahrhunderts einige seiner bestenWerke zu schaffen, wie noch im Jahre 1809 die Himmel-fahrt Christi, ein großes Altarblatt für die ehemaligeHofkirche in Stuttgart, zu dessen Ausführung er inParis Studien machte.

Es fehlte Hetsch auch nicht an Anerkennung, wieihm denn König Friedrich im Jahre 1808 seinen mitPersonaladel verbundenen Zivilverdienstorden verlieh.Doch litt der Meister, ein Neurastheniker, wie er jetztheißen würde, an steigender Reizbarkeit im Verkehremit allen Menschen. Ein schweres Zerwürfnis mit demHofe, wo sein Bildnis der Königin Katharina nichtden erwarteten Beifall fand, veranlaßte ihn im Jahre1816, seine Aemter als Hofmaler und Galeriedirektorniederzulegen. Er machte eine längere Reise nach Nord-dentschland und lebte, nach Stuttgart zurückgekehrt, ein-siedlerisch und trübsinnig, ohne wieder einen Pinsel an-zurühren. Seinen vielen Körper- und Seelenleidenbrachte erst am 31. Dezember 1838 ss der Tod einewillkommene Erlösung.

Nach dem Nekrol. starb H. ln der letzten, nach dem Trauer-brief in der Schw. Kronik in der vorletzte» Stunde des Jahres