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P. F. Hetsch
Schlosse). Er brachte das Diplom als Ehrenmitgliedder Akademie von Bologna nach Hause und wurde nunauch zum Professor an der Karlsschule ernannt. Indieser Stellung wirkte er, dessen eigene Werke nur fastzu sehr den Stempel akademischer Korrektheit an sichtragen, sehr gewissenhaft zusammen mit seinen früherenLehrern, i) Doch scheinen die Schüler zu dem sich vor-nehmer gebenden Manne nicht das herzliche Verhältnis?)gefunden zu haben wie zu Guibal, Harper und Dannecker.
Hetsch benützte die Aufhebung der Karlsschule, umim Jahre darauf (1795) wieder nach Rom zu gehen,wo er ein großes und viel bewundertes Reiter-Bild(im Stuttgarter Schlosse), den Herzog Ludwig Eugenvon Württemberg, Nachfolger seines Bruders Karl Eugen,malte. Nach dem Weggang Harpers wurde er vonHerzog Friedrich im Jahre 1798 (nicht 1800, wie derNekrolog sagt) zum Galeriedirektor ernannt und erfuhr,jetzt auf der Höhe seines Ruhmes stehend, im Jahre1801 die Freude, von der Berliner Akademie derKünste zu ihrem ordentlichen Mitglieds erwählt zu werden.Zum drittenmal treffen wir ihn in Italien im Frühjahr1803, von wo er im Mai über Wien in die Heimatzurückkehrte. G. Schick, mit dem er in Rom zusammen-traf, erzählt in einem Briefe vom 18. März 1803, daßer sich von allen übrigen deutschen Künstlern entfernt
0 Daß H. über Kunst auch Mt zu sprechen wußte, wirdihn, auf Grund einer im I. 1792 zu Dresden gemachten Be-kanntschaft bezeugt von Schillers Freund Körner. S. SchillersBriefw. mit Körner T. 2 S. 32Z.
2) S. darüber die Briefe von Schick in Haakh Beitrage:c.S. 89. 166. 222 f.