Druckschrift 
Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
Seite
91
Einzelbild herunterladen
 

P. F. Hetsch

91

Mi

lwilm diiNürc

<nBk»!»,ü

lipp PM jrgeb.mllttncUö8 ;>>

ilik. r»-!

rer in lk«° ^

UN

xkikini^l ^

B ip <

-Hk. ^

der Eltern als dreizehnjähriger Gymnasialschüler auf dieSolitude, um sich von Herzog Karl von Württembergunter die Kunstzöglinge seiner Militärakademie auf-nehmen zu lassen. Guibal und Harper wurden dortseine Lehrer; unter den Mitschülern schloß er sich be-sonders an Dannecker und Schiller an, mit denen erauch später noch befreundet blieb. Seine Vorliebeging anfangs auf die Landschaftsmalerei, weshalb ervornehmlich von Harper zu dekorativen Arbeiten dieserArt beigezogen wurde. War es der Einfluß Schillers,daß Hetsch noch innerhalb der Akademie zur Ge-schichtsmalerei überging? Mit dem Titel und kleinenGehalt eines Hofmalers trat er im Dezember 1780")aus und wurde auf zwei Jahre nach Paris geschickt,wo er sich zur Schule des I. M. Vien (1716—1809)hielt, des Vorläufers von I. L. David in der antiki-sirenden Erneuerung der französischen Malerei. Dengrößten Einfluß übte, neben Vien und dem LandschafterI. Nernet, David selbst auf ihn, mit dem er damals inParis und später von 1785 bis 1787 in Rom zu-sammen war. Hetsch schickte von dort seinem Fürstenein allegorisches Gemälde: Die Freigebigkeit, welchedas Genie belohnt, und ein historisches: Tullia überden Leichnam ihres Vaters wegfahrend (im Stuttgarter

Urach als Geburtsort an, wo allerdings auch ein Hetsch Stadt-zinkenist war. Stuttgart ist aber durch den Nekrolog (s. Quellen)und einen bei den Karlsschnleakten liegenden Tausschein gesichert.

r) Der Nekrolog läßt Hetsch irrigerweise erst nach der Zurück-kunst von Paris zum Hosmaler ernannt werden. Die Kunst-zöglinge traten in der Regel gleich als Hos-Maler, -Bildhauer,-Kupferstecher u. s. w. aus der Schule und erhielten ihren Gehaltvon 400 fl. als Reisestipendium.