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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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I. G. Müller

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Porträtstiche zu. Er stach im Jahre 1775 ein jugend-liches Lelbstporträt des Malers und damaligen Direktorsder Pariser Akademie, I. B. M. Pierre, und noch indemselben Jahre das mit der Jahreszahl 1776 aus-gegebene Bildnis des Bildhauers Louis Leramberg<1614—1670) nach N. S. A. Belle. Mit diesem unddem im Jahre 1776 gestochenen Porträt des MalersLouis Galloche (1670—1761) nach L. Toquä bewarbsich Müller um die Mitgliedschaft der Pariser Akademie,welche ihn nach der Ausstellung der beiden Blätteram 30. März 1776 mit Beifall empfing und einstimmigaufnahm. Den Dank, den er seinem Lehrer Willeschuldete, suchte er damit abzutragen, daß er in diesemJahre noch dessen Porträt nach einem im Jahre 1763von I. B. Grenze gemalten Bilde stach. Wille selbsterklärte das farbenwarme, an Rembrandt erinnerndeBlatt für das beste von fünf verschiedenen Bildnissen,die man von ihm gestochen habe.

Der junge Meister schien nun gereift genug in seinerKunst zu sein, um in der Heimat die Absichten seinesHerzogs zu verwirklichen. Wohl suchten ihn die vorteil-haftesten Anerbieten im Namen des Königs in Pariszurück zu halten. „II auralt ata tras-ntila ä Naris/schreibt Wille in seinem Tagebuche, „oü il auroit taitravivra 1a l>ouua maniära gn'on äoit amplovar ärrravar la portrait/' Auch von Kassel erging ein Rufan ihn. Aber Müller hätte in der That unrecht undundankbar an seinem Landesherrn gehandelt, wenn erseiner Abberufung keine Folge geleistet hätte. Er gingim November 1776 nach Stuttgart zurück, wohin HerzogKarl im Jahre 1775 seine Residenz von Ludwigsburg