N, Guibal
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im Jahre 1809 abgetragene Lorbeersaal ans der Soli-lüde hatte eine von ihm geschmückte Decke. Seinerbesten Zeit gehört das Deckengemälde in dem Badhausdes Parkes von Schwetzingen bei Mannheim an, daser im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor von derPfalz ausführte. Es soll nicht geleugnet werden, daßan den meisten in Württemberg von ihm geschaffenenWerken die Hast unverkennbar ist, mit der sie nach demWillen des Herzogs hergestellt werden mußten; doch gehendie abschätzigen Urteile, welche von einem ganz ver-änderten Kunststandpunkte aus Goethe und sein Kreisüber dieselben ausgesprochen hat, zu weit. H Unsere Zeit,die sich ihres Makarts rühmt, kann auch einem Guibal,der seine Hauptbedeutung als Farbenmeister hat, wiedergerechter werden.
Guibals erfolgreiche Thätigkeit als Lehrer beweistgleichfalls, daß er doch nicht zu den Naturen gehörte,„an denen das Ernsteste abgleitete". Im Jahre 1761war er zum Professor an der in demselben Jahre er-richteten J.anä6ini6 äos ^rt» zu Stuttgart (und Lud-wigsburg) ernannt worden. Von 1771 an wirkte er auchan der neuerrichteten Künstlerabteilung der Militärpflanz-schule auf der Solitüde, die im Jahre 1773, alles ver-einigend, zur Militärakademie erhoben, im Jahre 1775nach Stuttgart verlegt und im Jahre 1782 zur HohenKarlsschule gemacht wurde. Guibal ist, obwohl er denTitel nicht führte, als der eigentliche Direktor dieser
0 S. Reise in die Schweiz in Goethes Werken (HempelscheAusg.) Bd. 26 S. 81 und: Winkelmann u. s. Jahrhundert. InBriefen und Aufsätzen herausg. v. Goethe S. 280 f.