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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. Guibal

Kunstschule anzusehen. Zum Unterricht befähigte ihnaußer der Sicherheit seines Könnens auch ein nichtunbedeutendes Wissen. H Sein Vortrag wird geschildertals „eindringlich, rein, klar und von einer bedeutendenMimik begleitet. "'H Dabei nahm der ebenso gemüt-als geistvolle Meister sich seiner Schüler mit großerTreue noch über die Schule hinaus freundlich förderndan, zumal wenn sie, wie das fast von allen geschah,zur Fortsetzung ihrer Studien nach Paris gingen. Dortmußte sich nach seiner Meinung der deutsche Künstlererst das rechte Feuer holen, ehe er nach Italien zog.

Zu Staffeleibildern blieb dem nebenbei auch alsErfinder und Ordner von Hof- und Karlsschulefest-spielen und als Mitglied der Residenzbaudeputation ver-wendeten Manne nicht viel Zeit übrig. Doch malteer eine Weibertreue (im Ludwigsburger Schlosse), mehreregrößere Stücke für den Kurfürsten Karl Theodor von derPfalz und Altarbilder für die Hauptkirche zu St. Ursus inSolothurn, für die Klosterkirche zu Zwiefalten undandere württembergische Kirchen. Die Stuttgarter Staats-galerie besitzt ein Oelgemälde von seiner Hand: „DerLeichnam Christi in der Grabeshöhle, von Engeln um-geben". Auch in diesen religiösen Gemälden bewährt

Die k. ösf. Bibl. besitzt von ihm als (loä. ineä. etpii^s. b'ol. Nr. 19 ein ungedruckt gebliebenes (?) Manuskript:„1,88 prvportions äu eorps buinuin xrises sur Is »aturel etcombinees avsc les pluv belle8 tiAure8 cks I'antiguits ä Ha^sdes elsves artmtev cks I'aoaäeinis niilitairs t'onäes ä la 8oli-tucks pur 8. 8. lv I)ue re°:nant äs IVurtsmberA et 1'eolr ete.

2) S. v. Uexküll in Gemmingen H. Schickhards Lebens-beschreibung rc. S. 125 s.