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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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N. Guibal

in Rom gedient hatte, nahin ihn im Jahre 1755 aufseiner weiteren Reise durch Italien mit sich und brachteihn dann nach Stuttgart zurück. Hier wurde Guibalmit der Anstellung als „?r6iiÜ6r ?6intre« und baldauch als Galeriedirektor bleibend für den Dienst desHerzogs gewonnen. Der kunstfreundliche Fürst verwandteihn besonders als Plafondmaler, wozu er auch vorzüglichtaugte. Eine feurige Phantasie, die das südsranzösischeBlut nicht verleugnete, ließ ihn sinnreiche Allegorienleicht erfinden und eine erfahrungsreiche Technik erlaubteihm die rascheste Ausführung, ohne daß die Korrektheitder Zeichnung oder das Feuer der Farben wesentlichdarunter litt. Sein bedeutendstes Werk dieser Art istdas in Oel gemalte Deckengemälde der sogenanntenMarmortreppe des Stuttgarter Schlosses, vollendet imJahre 1758; es stellt das unter dem Einflüsse der Künsteund der Fruchtbarkeit der Jahreszeiten blühende Württem-berg dar. Weitere Plafondbilder von ihm finden sichim Marmorsaal des Stuttgarter Schlosses (ausgeführtvon Hetsch), im Hauptsaale sowie in der Kapelle desSchlosses Solitüde (1766), im „Runden Saal" H desSchlosses Monrepos bei Ludwigsburg, im Speise-saal der Karlsschule, jetzt Hauptsaal der k. Hofbiblio-thek 2) (unter Beihilfe von Heideloff und Hetsch), imFestsaal des ehemaligen Lustschlosses Hohenheim, in derOrdenskapelle und im Billardzimmer an der Gärtner-wohnung des Ludwigsburger Residenzschlosses. Auch der

1) Adonis verläßt Leims um auf die Jagd zu gehen. Nach-gebildet in einem großen Kupferstich von L. Necker.

2) Vgl. Zoller Die K. Handbibliothek in Stuttgart. Stutt-