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Württembergische Künstler in Lebensbildern : mit 22 Bildnissen in Holzschnitt
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A. F. Harper

In württembergische Dienste kam der Meister im Jahre1756. Zuerst beim Residenzbau in Stuttgart ver-wendet, wurde er im Jahre 1759 zum Hofmaler undim Jahre 1761 zum Professor an der .^euclaiE äasJacks ernannt, deren Umzüge und Wandlungen ') er biszur Auflösung der Karlsschule im Jahre 1794 mitmachte.

Bei der Ausübung seiner Kunst litt Harper unterder Ueberzahl, der Ungleichartigkeit und der Ueberhastungder ihm gegebenen Aufträge. Er, den Goethes einengeborenen Landschafter nennt, mußte neben seinen Land-schaften auch Blumen- und Früchtestücke, Theaterdeko-rationen und Aehnliches malen. Außerdem hatte er den„UreiEi'I'ainti'k« Guibal bei dessen Plafonds mit Aus-führung der Luft, der Blumen- und Früchtegewinde zuunterstützen. Hiedurch bekam, wie Harper selbst späterfühlte und offen beklagte, seine Kunstübung etwasMechanisches und namentlich seine Farbe eine gewisseHärte. Wenn er Goethe gegenüber sagte, er malegrundsätzlich so, sein Kolorit bekomme mit der Zeit Tonund Harmonie, so hieß dies doch wohl nur aus derNot eine Tugend machen. Ungünstig war sicher auchfür seine Kunst, daß er, so viel wir wissen, seit derBerufung nach Stuttgart seine Erinnerungen aus Italiennicht durch neue Reisen dahin wieder anffrischte. Immerhinaber zeigen die Landschaften, welche in württembergischenSchlössern und Privathäusern noch zahlreich erhaltensind, eine große Mannigfaltigkeit von gefällig zusammen-gestellten Motiven, zu denen auch die entsprechende

U S. diese in Nr. VII. I. F. Leybold.

2) Reise in die Schweiz in Goethes Werken (HempelscheAusg.) Bd. 26 S. 7t.