I" >
daS mein Verstand nicht begreift und au der meinJimres sich nicht freuen kann.
Das höchste Gefühl des Lebens, sagt Schil-ler, besteht in dem freien und harmonischen Spielaller Kräfte des Gemüths. Und gerade das istes, was uns bei den Werken dieses genialischenDichters so sehr ergreift, daß wir die Welt unddas Leben und seine mannichfaltigen Bedingungenso offen vor uns liegen sehen. Wir sehen die Bü-cher des Schiksals geöffnet, wir hören den leisenGang des menschlichen Daseyns und des unsrigen,und alles bewegt sich harmonisch und mit Grazieund redet durch liebliche Zeichen und Bilder, dievoll Bedeutung sind. Denn also singet der Sän-ger der vier Weltalter:
Wohl perlet im Glase der goldene Wein »
Wohl glänze« die Augen der Gäste;
Es zeigt sich der Sänger, er tritt herein.
Zu dein Guten bringt er das Beste. >
Denn ohne die Leier im himmlischen Saal2st die Freude gemein, auch beim Nektarmahl.