Druckschrift 
2 (1806)
Entstehung
Seite
142
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so dargestellt, wie TennierS eine Hochzeit auf einemniederländischen Dorfe, würde immer noch zur nie-derländischen Schule gehören.

Ein Mahler) dem die Natur das Gemüth ver-lieh, das Leben zu schauen und seine mannichfalti-gen Bedingungen, wird den Menschen auch untereinem Volke idealisch auffasse» können, das fried-lich auf dem ererbten Eigenthum der Vater wohnt.Die Kunst spricht, wie die Poesie, die allgemeinenGesetze der menschlichen Natur aus, und das Unwan-delbare, was in dieser liegt, macht, daß beide nieveralten. Für ein unendlich schärferes Auge istdas Universum und die Weltgeschichte, so wie siesind, ein Kunstwerk, und es sieht in den Bege-benheiten die Folge der ewigen Gesetze, nach de-nen sie gescheben.

Aber das beschrankte Auge des Menschen siehtin der Weltgeschichte nur eine Chronik, bis derKünstler einzelne Begebenheiten auswahlt, und indiesen die einfachen Gesetze darstellc, nach welche»sie geschehen, und nicht die Menge der sich durch-kreuzenden und bedingenden, weil diese fürihn nur ein.Chaos sryn würden. — Hu me ns Ge-

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