426 Der Geometrie erster Theil.
grader Linien muß also eine bestimmte Lange für dasMaaß angenommen werden, und es ist fast durch-gängig eingeführt, ohngefehr die Lange des Fußeseines erwachsenen Menschen dafür anzunehmen, da-her man auch dies Maaß einen Fuß nennt. Manvergleiche den 251 §. der Rechenkunst:
uz §.
Eine Lange von 1 o Füssen heiß eine Ruche,der zehnte Theil des Fußes ein Zoll, der zehnteTheil des Zolles eine Lime, und der zehnte Theileiner Linie ein Scrupcl. Diese Eintheilung ist abervornemlich nur bcy den Geometern gewöhnlich unddies deswegen, weil auf solche Art die kleinern Theiledes Maasses durch Decimalbrüchc ausgedrückt wer-den, welches wie aus der Rechenkunst bekannt ist,oft dazu dient, Rechnungen mehr ins kurze zu ziehen.Sonst ist es in gemeinen Leben mehr gewöhnlich, denFuß in 12 Zolle, den Zoll in 12 Linien, dieLinie in 12 Scrupcl zu theilen, da dann 12 Fußeine Ruche auömachen, wiewohl auch an einigenOrten i z, und wiederum an andern 16 Fuß aufeine Ruthe gerechnet werden. Auf einen Rlaftcr,einen Faden, eine Lachter werden 6 Fuß gerech-net. Man kann das geometrische Maaß mit seinerEintheilung das Decimal-Maaß, das gemeine aber,wenn Ruthen, Füsse, Zolle, Linien allemahl in 12gleiche Theile getheilt werden, das Duodecinial-maaß nennen.
'14 §.
Hat man beym geometrischen Messen eben denFuß, oder eben die Ruthe gebraucht, die sonst nachgemeiner Art in 12 gleiche Theile getheilt wird; sokann man die Zahlen, welche Decimalmaaß
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