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1 (1780) Die Rechenkunst, Geometrie und ebene Trigonometrie
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Der I. Abschnitt. 7

demnach gleich groß, wenn sie einerlei) Menge vonEinheiten enthalten, und ungleich groß, wenn dieeine nicht auö eben so vielen Einheiten bestehet, als dieandere. Weil bey den genannten Zahlen die Größeund übrige Beschaffenheit der zusammengezähltenEinheiten selbst mit in Betrachtung kommt; so wirdben diesen nicht allein erfordert, daß einerlei) Menge vonEinheiten in beyden vorhanden se», sondern es musssen auch überdem die zusammengezählten Einheitenselbst einerlei) seyn, wenn beyde Zahlen gleich großseyn sollen. So sind drcy Ccumer und dreyPfunde der Zahl nach einerlei), aber nicht dem Ge-wichte nach; deswegen sind es zwar gleiche Zahlen, alsZahlen betrachtet, aber nicht gleiche genannte Zahlen.

8 §.

Vey der Prüfung, ob ein Paar Grössen einandergleich, oder ungleich sind, verfahren wir allemahlnach gewissen Grundsätzen, die einem jeden bekanntsind, und deswegen nur verdienen, besonders ange-merkt zu werden, weil man in dieser Wissenschaft denhöchsten Grad der Gewißheit zu erhalten sucht. Siekönnten hier wegbleiben, und dennoch könnte der gan-ze folgende Vortrag darauf gebauet werden. Alleines hat unstreitig seinen Nutzen, wenn man die Grün-de genau kennet, wovon alle lehren einer Wissen-schaft abhängen. Sind diese Gründe von der Be-schaffenheit, daß sie Niemand laugnen, und ihreWahrheit nicht im geringsten in Zweifel ziehen kann;so muß alles, was daraus richtig geschlossen wird,eben so unlaugbar seyn, als die Grundsätze selbst sind.Folgenden dreyen Saßen wird inan eine so unläug-bare Gewißheit schwerlich absprecheu.

A4 S §.