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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3099-3100
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3099 Z E T

chacr, da sis sin Principium Ionumund malum glaubctsn , von denen nachUnterscheid auch alles Gute und Böseherkomme.

s) Helmold. Cbron. Sclav. Üb. I. c. 33.& Sched. dc Diis Germ. Synt. III.cap. /3.

lj) Fahrte. Orig. Sax. ap. Hachen-berg. Germ. med. dijfert. VIII.§ 4 -

c) Bolland. A8. S. Iulisti. ap. Iar-ckium ad Sched. I. c.

Z E T A war ein Zimmer in einemHaufe, wo man sich bey Tage aufhielt,«ins Stube a). Man schreibet dafür auchDiata b), ob man sonst auch wohl will,daß es ein Speise. Gemach und Schlaf.Kammer darzu begriffen c), und denNahmen habe von , vitam

dego, weil beyde Zimmer, Stube undKammer, ordentlich zu eines Leben er.federt werden, und, da bey vorneh-men Leuten ein eigener Bedienter draufbestellet war, hieß solcher daher Zeta-rius, dessen Verrichtung unter andernmit war, daß er solches Zimmer mitdarzu gehörigem Hausrathe rein undin Ordnung halten d), besonders aberauch aufräumen muste, als wozu mandie schönsten wohlriechenden Dinge ausIndien zu nehmen pflegte e).

a) Cellar. ad Plin. l'tb. II. Epist. /7.n. 12.

b) Id. ad ciusd. lib. V. Epist. S.n. 20.

c) Turneb. ap. Cellar. I. c.

d) Pitisc. in Zetarius.

e) Lamprid. Heliogab. c. 31.

Z E T E T A E war ein Magistratzu Athen, bey dem man klagen kunte,dafern einer seine Schuld nicht völligabtrug a), wo doch die Zeteta nichtgantz was anders gewesen, wie mannmthmassct b).

a) Alex. ab Alex. lib. I. c. 7.

b) TiraqUell. ad eumd. I. c.

ZEVGITAE , Gr. Ztvyircq, wa

Z I Z 3000

eine von den 4 Ordnungen der Athe,niensischen Bürger, worein sie Solontheilete, da die ersten die Pentacoßo-medimni , die andern die Equites , diedritten die Zeugita, und die viertendie Times waren, von denen die, sozu dieser dritten Classe gehöreten, jähr-lich zu dem gemeinen Wesen 10 Minarmusten beytragen s), oder auch 202Maaß an Getreyde, Wein., oder Oeleaufbringen können b).

a) Aristot .Polit, lib.II. 0.22.

b) Plutarch. Solon, c. 16. Com-parat. Aristid. & Caton. c. /.

Ziem, s. Sion.

ZIZITH waren 4 Qvastgen, soin der Teutschen Bibel Läpplein ge-nannt werden a), welche die Juden anden 4 Ecken eines Stücks ihrer Klei-dunq, das wie ein Regen-Tuch überKopff und Hut genommen wurde, tru-gen. Sie waren von Himmel - blau-er Wolle, bestunden aber nur aus 4Faden, die mit einander durch ein Lochein par Finger breit hoch über demEnde des Tuchs gesteckt, sodcnn 4 mahlgeknüpft, und das übrige frey hangengelassen wurde, welches sodenu 8 Fä-den waren, alles aber eine Lange unge-fehr 8 oder io Finger breit ausmachte

b) . Wie denn Christus auch selbst

dergleichen getragen haben und ebendas gewesen seyn soll, so das Blutflüs-sige Weib angerühret, in der TeutschenBibel aber ein Saum genannt wird

c) . Heut zu Tage tragen die Iüden

dergleichen etwas noch unter ihren an-dern Kleidern, damit sie von den Chri-sten nicht verspottet werden, so abersehr kurtz und nur bis an die Hertz-Grube gehet, woran die 4 Qvastgenvon schöner weisser Wolle sind, weilsie die rechte Himmel-blaue Farbe nichtmehr haben können, wogegen das StückKleid der alten Iüden, wovon sie dieZizitb hatten, bis auf die Mitte desOber - Beins giengen d). Indessenwaren doch diese Qvastgen, Säumeoder Läpplein von GOtt selbst geboten,und selten den Iüden dienen, sich bey

deren