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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3097-3098
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ZEL

ZeR

gekommen seyn soll ; also ist auch derNahme sofern Persisch, als er

von Xatreng oder Xatrang her kommt,welches eben so viel bedeutet.

Senfcleb. de Atea Vet. c. XllL n, 3.Zedutta, s. lodutta.

ZELOTAE j Zeloten, Eiferer,waren bey den Juden, welche einenbesondern Eifer gegen GOkt,den Tempelund ldie Jüdische Religion bezeugeten,auch besonders Recht haben sollen, so dasFelorcn-Reckthieß,und Most mit aufdem Berge Sinai gegeben worden seynsolle, nach dem ein Jüde einen andernJuden, der öffentlich in Beyseyn wenig-simS io anderer Juden, das GesetzGOttes übertrat, auf frischer Thatschlagen, verwunden und auch gar töd-ten kirnten a); nach dem als pineasaus solchem gerechten Eifer den Zimrimit samt Casii getödtet, und von GOktdeswegen gelobet worden K). Undeben aus diesem Rechte soll ZVIattathiasden Jüden haben erstechen können, derauf Heydnisch opferte c), Christusselbst aber die Wechsler aus dem Tem-pel gepeitschet haben ä), allein auchMevhanus gesteiniget worden seyn e),Und der freche Knecht Christum ins Ge-sicht geschlagen haben, da er dem Ho-hen - Priester , nach seiner Meynung,Nicht ehrerbietig genung geantwortetk). Es sey aber diesem wie ihm wol-lt, weil viele andere Gelehrte von sol-chem Rechte nichts wissen, sondern eslieber für ein aufrührischeS oder dochsonst unbefugtes Unternehmen ansehenwollen; was aber pineas und Christusgethan, dahin gar nicht gehöret g) ;so thaten fleh doch mit der Zeit «inegantze Rotte gottloser Lente hervor,die unter dem Nahmen der Zelotentausenderley Unheil anrichteten, durch,aus nicht zugeben wollen, daß man denRömern Tribut gäbe, weil das Jüdi-sche Bolck ein freyes VolckGOttes sey,endlich sich in Galikäa Gchaaren - Weisezusamme schlugen, und Gelegenheit zudem Kriege mit den Römern, alleindamit auch zum völligen Urirekharize

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der Stadt Jerusalem und des gantzeNJüdischen Wesens gaben. Man hältfür ihren Urheber den ludam Galilaumoder Gauhnitem , aus der Stadt Ga-mala , der mit einem andern Pharisäer,Sadduc, sich öffentlich den Römernund deren Schätzung widersetzte, undA. C. 8 viel Unheil anfieng h ). Undob er wohl auch gar bald erschlagenund aus dem Wege geräumt wurde i);dennoch wurden seine Anhänger nichtso gedämpft, daß sie sich nicht destostärcker wieder hervor thaten, letztenseine gantze Armee ausmachten, sichauch unter dem Ekazaro selbst des Tem-pels zu Jerusalem bemächtigten, und,da sie denselben dem Volcke zum Oster-Feste öffneten, zwar von dem Johannewieder daraus vertrieben wurden, den-noch aber auch so noch das ihrige völ-lig mit beytrugen, daß A. C. 70 alleszu Grunde gieng.

ä) Marsham Can. Cbron.Secul.VlIII.p. /68. & Lund. lud. Heiligtb. lib,II. c. 26. n. 40.

b) Num. XXV, 6.

c) t Macc. 11 , 24,

d) Io. II, /7.

e) Act. VII, 57.

f) Io. XVIII, 22.

g) Wolf. adLund. I. c.

h) Ioseph. Antiqu. lib. XVIII. c. /.

i) Act. V, Z7-

ZERNEBÖCK f Zeernclocb,war ein Abgott der Wenden, welcherden Nahmen von Zeme, Sckwartz,und Bocb, Gott, hat, und daher soviel als ver sckwarye oder böse Gortheißt, auch geglaubet wurde, daß vo»ihm alles Böse in der Welt, wie vondem Belbock, oder dem weistcn Gorr,alles Gute herkomme a). Die Sachsenglaubten eben dergleichen bösen Gott,hiessen ihn aber Tybilmum , woherauch das Wort Tffel oder Teufel ge-kommen seyn soll b). Anderweikssoll er auch lopber niger genannt wor-den seyn, woraus einige luppiter nigergemachte), und gründet sich alles aufden sch»n alten Irrthum der Mani.

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