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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3083-3084
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Einsetzung der Ehe entgegen mark);jedoch durfte der Höhe-Priester dennochnur eine haben, und hat Rabbi Gersonalle Polygamie A. M. 4830 bey Strafedes Bannes verboten, und wird auchdergleichen den Juden wenigstens inden Europäischen Landern nicht zuge-standen g).

a) Goodwi n.Mof.fcs Aar.üb.VI.c.4.

§ 2. f. 6. 7.

b) Exod. XX, >0. 1 Cor. VII, j.

c) Iken. Antiqu. Hebt-. P. III. c. /.

§- H- ,

d) Fd. ibid. h. 2s. 1 6.

e) 1 Cor. XI, /0.

f) Mattb. XVIIII, 2-

g) Iken. l.c. §. 8.

Bey den Griecken lcbete man erstohne alle Ehe, bis Cecrops einführcte,daß ein jeder seine eigene Frau habensolte a) ; worauf denn endlich kein Bür-ger eine Fremde, noch eine Fremde ei-nen Bürger heyrathen durfte b), indes-sen aber war doch erlaubet, deren auch2 zugleich zu haben c), auch seine Stief-Schwestervom Vater her zu heyrathend). So kaufte man anfangs dieWeiber e) ; sodenn aber musten sie ihreMorgen-Gabe noch darzu mitbringen,daher aber auch die Medea dort klagete,daß keine elendere Creatur auf der Er-de, als eine Frau sey, weil sie noch ei-neu Herrn über ihren Leib für ihr eige-nes Geld kauffen müsse f). Woge-gegen aber Solon auch die Morgen-Gabe wieder aufhub, und befahl, ei-ner Frau nicht mehr, als 3 Kleider undeinige geringe Erfasse mit zu geben g).Wie aber durch die Heyrath eine Frauin des Mannes Gewalt kam h); alswurde es für infam gehalten, wenn siediesen wieder verlassen und wieder heim-wandern wolte i), Sie hatte aber inihrer Ehe vornehmlich auf das Spin-nen, Verwahrung des Getreydeö undandere häusliche Verrichtungen, alsWasser-schöpfen, Feuer machen, betten,o.d.g. zusehen, wie der Mann auf das,was ausin Felde, Rathhause und Marck-te zu thun war, doch kunte die Frau

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auch auf dem Felde ihre Verrichtungen 'it,mit finden, als Wein-und Oiiven le- I# 6sen, beym Ackern und Säen, Graben M&tund Pflantzen u. s. f. seyn k). Indes. Jjd 9sen muste sie doch sonst fchr eingezogenleben, hatte ihre Wohnung in dem in-«ersten des Hauses, kam zu keiner Ga- ßf'lsterey mit, ohne nur bey den nächsten "Befreundten; es durste sie niemand, alsdiese besuchen 1); kunte sich aber auch ;wieder von ihrem Manne, wie dieser ^ ^von ihr scheiden, wenn gmigsamc Ursa- fVS ichcn da waren, und die Richter es bil-

ligten, s. Oiuortium. -Akl

a) Athenaeus üb. XIII. c. /. X&

b) Vlpian. Demosth. ap. Pfeiffer.% t®Anvqtt. Gr. üb. 1111 . c. 2.

c) Athensus l. c. Gell. üb. XV.c. 20.

d) Nepos Präs. <£f Cim. c. t. f

e) Aristot. Polit, üb. II. c. 8 . Ä®*

f) Euripid. Medea AlI. H.v.ttf. f®*'

g) Plutarch. Solon, c.js. ",5

h) Euripid. ap. Stob. Serm.71. jTjjj

i) Anaxandridas ap. eumd. Senn. 72. : $ m

k) Hierocl.ö/. eumd. Sermon. 83. ^ t

)) Nep. Praß

Bey den Römern kunte einer eineFrau auf dreycrley Art bekommen, kieinals Vsii, wenn sie sich auf Zulassung ih- ieLrer Gurarorum zu einem Manne begab, , 1und ein gantzes Jahr bey ihm aushielt, i, a!k 1worauf sie denn dessen beständige Frau 2 jnwiiverblieb, da sie aber mittler Zeit nur 3dUd)te von ihm blieb, war der Vsus riafeunterbrochen, da sie sonst alsdenn Vsit- »Ktzcapta hieß a) ; oder Confarreatione, XOIWX IfeKfyBraut und Bräutigam sich als Eheleuteangaben vor dem Pontifice Maximoin Beyseyn 10 anderer Personen,als Zeugen, nach geschehenem Opf-fer, wobey auch ein Brodt gebrauchtwurde, welche Art aber bald abkam, zj,-?oder doch selten gebraucht wurde b);oder Coemtione, wenn eine Frau 3 As-ses zu einem Manne brachte, einen inder Hand behielt, als ob sie ihn zumKauff dem Manne geben wolte, einenim Schuhe stecken hatte, welchen sieauf den Herd der Larium legte, den

dritten