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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3063-3064
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Cyprian. Epifl. ad Donat: apudFresn. Glojs. Lat. in Vngula.

VOCATORES waren eine ArtBedienten, welche die Gaste einladen,und bey Tische setzen, und sonst bedienenmusten.

Wm. H. N. lib. XXXV. r./e. &enec.de Ira lib. III. c. 17. Suet. Calig.

C.3P-

Voconia Gens, s. Gens.

Volteia Gens, s. Gens.

. Voltinia Tribus, s. Tribus,

VOLTVRNALIA TOpr ein gefi,welches den 27 Aug. zu Rom dem VaUturne gefeyert wurde.

Festus in Volturnalia.

VOLVMEN war ehedem, wasietzo ein Buch heißt, und hat den Nah.men von Voluo , ick rolle, oder wickleauf, weil die Bücher der Alten aus lan«gen Stücken Pergament bestunden, dieman auf einen runden Stab rollete. s.

Liber.

VOLVMNA und

VOLVMNVS waren Götter, diesonderlich Mann und Weib einen gutenWillen gegen einander machen sollen,s. Lexic. Mythol. in Volumna <sf Vo-lumnus.

VOLVNTARII waren Solda-ten, die nicht schuldig waren, mit zu Fei-de zu gehen, es doch aber aus guten Wil-len thaten a). Sie waren anbey freyeLeute, wie die Volones Knechte, die sichehemahls auch erboten, die Waffen fürdie Römer mit zuführen, da es an frey.er Mannschaft fehlen wolle b). Jedochhiessen mit der Zeit es auch Voluntarii,wenn sie schon Knechte vomStandewa.ren c).

a) Liv. lib. III. c. /7.

b) Macrob. Sät. lib.I. c.n. Fe-stus in Volones.

e) Capirolin. Antonin. Philos. c.n.

VOLVPIA war eine Göttin beyden Römern, welche dem Menschen zuseinem Vergnügen behülflich seyn solle,f. Lexic. MytSool. iu Volupia.

VOMI [ORIA waren die Thü-ren, durch welche das Volck in den Thca-tris und Ampilirbearris aus den ausser»Gangen hinein auf die freyen Raumeund von dar auf die Sitze oder Bancke

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kam a), und haben sie den Nahmen vonVomo, weil die Thüren gleichsam alsMäuler, das Volck in seiner Menge aus-spien b).

a) Macrob. Sät. lib, VI. c. 4.

b) Voll Etymol. in Vomo.

V O MIT V S war eine gottlose Wej.se bey den Römern, da sie bey zuneh.mender Üppigkeit vor der Mahlzeit einePartie Wein soffen, hernach aber solchenwieder wegbrachen, nur daß sie desto des.ser drauf wölken fressen können a), wel-ches so gar auch die Weiber thaten b).Es redete schon der Medicus Asclepia-des zu Pompeii M. Zeiten scharf darwi.der c), und nicht weniger verwarf esauch der Celsus d); immittelst war Vi-tellius daher capablc des Tages vier-mahl zu fressen, oder vielmehr Tag undNacht mit Schwelgen zuzubringen, weiler sich auch dieser Spey. Kunst bedien-te e), dergleichen denn andere mehrthaten.

a) Senec. Epiß.pp. deProvid. c.;.

b) Iuuenal. Sät. VI. v.43/. Martial.lib. VII- Epigr. 66. v. p.

c) Plin. H. N. lib. XXVI. c.3.

d) Cel Uib.I.c.3.

e) Sucton. Vitell.

Votiua tabella, s. Tabella,

VOIVM, eine Gelübde, wurde

gethan, so Votum concipere, suscipere,nuncupare hieß a ), auf eine Tafel ge-schrieben und ausgehänget b), abgelra-gen oder geleistet, so Votum reddere,soluere , offerre hieß C ). Sie wurdenaber bald diesem oder jenem Gokle, baldaber auch allen überhaupt gethan, jedochmusie des lani und der Veline allemahlvon Rechtswegen zuerst Meldung mit ge-schehen d), wobey man betete, daß sol-che den Göttern angenehm seyn möchtene). Und hieß einer, der eine Gelübdegethan hatte, Voti reus, und, da er er-halten, was er gewünschet, Voti damna-tus 5 ), da er es aber auch abgetragen,was er versprochen, schrieb er darzu V.S. L. M. das ist, Votum soluit Utbensmerito g). Man geiobeke aber bald einOpfer, als einen Stier mit übergüldettnHörnern b); bald einen Bock, bald einenAltar, oder auch gar einen Tempel u. s.f. i). Indessen aber heißt Votum dann

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