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VNGVENTA, Salben, wohlrie«ck>ende Dinge sind auch schon zu den alte-rn Zeiten üblich gewesen. Also mustenJnit dergleichen Aaron und seine Söhnegesalbet werden»), wie auch die Könige,undobschon nicht mit dem heiligen Salb-Öcl, dennoch mit Opobalsamo b); Sohielten auch die Persischen Könige vieldarauf C) ; bey dem Homero salbt sichselbst die luno, da sie dem toui recht ge-fallen will 6), und die Venus des He-öoris Cörper, damit ihn die Hunde nichtangreijftn sollen e). Bey den Griechenwurden dergleichen sonderlich bey denGast-Geboten mit herum gegeben 5 ),M Lycurgus ließ solches bey den La-cedamoniern nicht aufkommen, sondernstöberte die Salben-Krämer aus derEtadt g) j allein ob dergleichen schonauchzu Rom die Censores P LiciniusCrassus und Iulius Cxsar, etwas einzu-schräncken suchten k), war es ihnen dochnicht möglich, sondern man schmiereteda die Haare i), Gesicht, Nase, Hände,und selbst auch die Füsse damit ein k),wie auch die Kleider, Betten, Wände,um so gar endlich auch die Nacht-Be-cken 1 ), In den Gastgeboten prascheteman völlig damit m), wobey sie Knabenherumgaben n), man auch so gar indasEeträncke that o), und häuffig mit insFeuer schüttete, wenn jemand Reichesnach dessen Tode verbrannt wurde p).Und welche denn dergleichen bereiteten,hiessen Vnguentarii q), wie auch die,welche solche beym Baden lieferten r);Vnguentarium aber war ein Geld, wel-ches mancher zu dergleichen Schmiraliensen den Provintzen erpressete, wie dennMarius Priscus, unter diesem Titel, al-lein ioooo Sestertien oder 312 Thalererhub s).
a) Exod.XO; so- Ps. CXXXIII, 2.
b) Reland. Antiqu. Vet. Hebr. P. 11 .c.8. §.4. Marsham. Can. Cbron.Secul.XlIl. p.342.
c) Plin. II. N. lib.XUI.c.i.
d) Homer. II. r. Vi ,y Jx
e) Ibid. + v.186.
f) Athensus lib. XV. c. f.
g) Serie c. Quast. Nat. lib.llll stub
sin.
VNG 3062
h) Plin. H. N. lib. XI 11 . c.3. Solin.
c. 48.
i) Cic .pro Roste. c.46.
k) Athen lib. XV.
l) Clem. AI. Padrig. lib.II. c.8.
m) Horat lib. IIII. Od. /2. v.
n) Id üb. III. Od /4. v. ly.
«) Plin l. c. luuena!. Sät. 1 III. v. 303.
p) Propere, lib. III. EI 14.V. 23, Au-lon. Epitaph. XXXVI. v. j. Plin,/. c. lib. XII. c. /8-
q) Infer, vet. ap. Pitisc. in Vnguen-tarius.
r) Serv. 'ad Virg. Aen. lib. I. v. ßpy. •
s) Plin. lib.ll.Ep.u. adeum CeJ-lar. /. c.
V N G VIS, XZagd am Finger, wur-de von den Römern sehr rein gehalten a)< Juud mithin auch fleißig und accuratdurch einen Barbier abgeschnitten b),sie aber in Schiffen zu verschneiden,wurde für unglücklich gehalten c). Mitihnen wehrelen sich die Jungfern gegenkecke Putsche d) ; allein mit selbigen knip.pen auch die Priester bey den Juden denOpfer-Vögeln die Köpfe abe), und,weil sie ihnen auch damit den Bauchaufreissen musten, müssen sie dieselbenvermuthlich ziemlich lang haben wach-sen lassen. Indessen aber soll doch dasHals-Abkneipen eine der beschwerlich-sten Verrichtungen der Priester gewesenseyn f).
a) Ouid, de Art. lib. I. v. j ip.
b) Dempster. ad Rostn. lib.V c.36.
c) Perron, c. ßy.
d) Horat. lib. I. Od. 6. v. ly.
e) Lev. I, ,5.
f) Lund. lud. Heiligth. lib. III. c. 38.n. 6. Iken. Antiqu. Hebr. P. I. e. 13.§.42.
VNGVLA war ein Eisen mit 2scharffen krummen Haaken, dergleichenman mit bey den Torturen brauchte, daeinem, der auf den Equuleum, oder nachunserer Art, auf die Leiter gespannetwar, damit die Seiten aufgerissen undzerfleischet wurden a). Besonders aberwurden dergleichen sehr mit gebraucht,die Christen damit zu peinigen b).
a) L.i. C. de Einend. Serv.
b) Fiudent. Peristeph. I. v. 44. X, 72.
Cyprian.