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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3059-3060
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nechst abersoll es nicht, wie dem Hohen.Priester, auf den Kopf gegossen, sonderndie Priester nur damit besprenget wör-den seyn a), wiewohl andere auch wol-len, daß die gemeinen Priester zwar mit«bin dem Hohenpriester-Oeke gesalbetworden; jedoch so, daß vors erste etwasBlut vom Altare mit darunter gethan,und sie sodenn damit auch nur bespren-get worden b), obschon wieder andereauch wollen, daß die gemeinen Priestergar nicht gesalbet worden c), dem aberso wohl, als dem blossen Besprengen,andere übermahl widersprechen, undsich insonderheit auf Exod. XXVIII , 4,XXXX, 13,30 berufen, und glauben,daß der gemeinen Priester Salbung nur«echt mit so vielem Oel, als des Hohen-Priesters, geschehen sey 6 ).

2) Reland. Antiqu.Vet. Hehr. P. II.

c.i. §.7.

b) Goodwin. Mas & Aar. lib. I. c. 5.§ J-

c) Lyra ap. Goodwin. I. c.

d) Hottinger. ad Goodwin. l.c.

VNCTVS BELLI, der Rriega-

Gesalbte, war einer von den Priesternbey den Juden, welcher erwehlet wurde,mit in den Krieg zu gehen, dafern der-gleichen zu führen war, um dem Volckedurch sein Zureden ein Hertz zu machen.Er wurde hierzu mit dem Heiligen Oelgesalbet, war der nächste nach dem Ho-hen-Priester, und selbst noch über denSagan oder Stathalter des Hohen-Prie.siers, behielt aber solche Würde auchnicht langer, als der Krieg wahrete.Seine vornehmste Verrichtung war,daß, wenn das Kriegs. Heer an desFeindes Grentze kam, er ihm die WorteDeur. XX, 5, 6, 7 vorlas, worauf auchdie, so es angieng, wieder heim giengen.Kam es ferner dahin, daß die Schlacht-Ordnung gestellet war, und es mithinzum Gefechte kommen solle, trat er auf«inen erhabenen Ort, und riess ihnendie Worte veur. XX, 3, 4 zu, und weildas gantze Heer solches, wie allch vori-ges, nicht hören kunte,war noch ein ge-meiner Priester und andere Leute, dieSckoterrm hiessen, welche es weiterausruffen musten; worauf denn auchdie feigen Männer sich von den andern

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absondern, doch aber auch nicht völligwieder heim wandern mochten, sondernder Armee Proviant und Wasser zufüh.ren musten. Zu Moses Zeiten war die.fer Kriegs-Gesalbte Pineas, AaronsSohn, welcher Kriegs-Gesalbte dennauch allemahl den Leib-Rock des Hohen.Priesters mit sich hatte, damit er beysich ereignenden Umstanden das Vrimund Thummim fragen klinke a). Sogut diese Dinge aber klingen,so guthat,ten einige alles, was von einem Kriegs.Gesalbten gesagt wird, für Gedichte derJüden, weil besagtes alles der Hohe-Priesier verrichtet habe b); allein es be-haupten doch andere das Gegentheil,zumahl der Hohe. Priester vermuthlichso weit und lange vom Tempel nichtwegbleiben können, als wohl mancherKrieg erfoderte c).

a) Lund. lud. Hei/igtb. lib. 111 . c. 26.n. 1fiqq.

b) Lackenmacher Obferv. Pbilol.P. 1 II. p.236 feqq.

c) W olf. ad Lund. I. c. n. 2.

V N C v S war, nach einigen, nur einkrummes Holtz, womit so wohl die Hen-cker die zur Tortur Londemnirten war-terten a); als auch schon abgethaneneMissethäter zu Rom auf den Gassen her.um geschleppt, und sodenn in die Cloa-cas oder Tiber geschmissen wurden b),dergleichen denn insonderheit auch wohlden Bestialischen Kaysern selbst wider-fuhr c).

a) Arnob. ap. Pitisc. in Vncus.

b) Sueton. Tib. c. 61. Iuuenal. Sät. X.v. 66.

c) Lamprid. Commod. c.19. & He -liogab. c. 17.

VNDECiMVIRI waren ein Ge-richt zu Athen, welches aus n Männernbestund, nehmlich aus iedcm Tribu, de-rer 10 waren, einem, und noch einemSchreiber darzn a). Der Ort, wo siezusamme kamen, hieß und wie

solcher ein »nanschniicher Winckel war;also richteten auch sie selbst nur über ge-ringe und schlechte Sachen b).

a) Pollux lib. Vlll. c. 10. & Harpo*crat. in nafa/Wo».

b) Pausan. Attic. c.28. & Pfeiffer.Antiqu. Gr. lib. II. c. ?ö'.

VNGVEN-