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Ehrisii erinnern folle b). Allein allediese Salbungen taugen zu nichts, wa-ren in der ersten Kirche, so viel derenrycipirt waren, etwas besonders, undda die Miracula aufgehöret, war auchkein Christ weiter daran verbunden c).Wiewohl auch die erste und andere Artder Salbung, nehmlich vor und nachder Taufe, erst nach dem Jahr Christij6o aufgekommen, weil ihrer Tertullia-nus zuerst, Justinus Martyr aber nochnicht gedencket ä).
a) Dallseus ap. Rechenb. Hierojex.in Vnctio.
b) Tertull. Iustin. ap. Walch.ad Comp, Antiqu. Eccles. lib. II.c.f.n,7,
c) Schurtzfl. Antiqu. Eccles. Controv.*XXVII. §.«.
d) Amd. Lex. Eccles. in Baptismus§.rr.
Vnäio extrema , die letzte «Vllnng,war in der ersten Kirche eine Gnaden-Gabe der Apostel und anderer Geistli-chen, da durch dergleichen Salbungeinem Krancken zu seiner leiblichen Ge-sundheit wieder verholfen wurde a). Wiesie aber heut zu Tage, als ein Sacra-ment, in der Römischen Kirche gebrau-chet wird, hat sie sich erst im XII Secu-Jo angefangen, da man solcher Oelungdie Vergebung der Sünden beygeleget,sodenn aber Pabst Eugenius im Synodoju Florentz A. C. 1539, als das fünfteSacrament, bestätiget hat b).
a) Rechenb. Hierolex. in Vnftio ex-trema.
b) Arnd. Lex. Eccles. in Baptismus
Vnäio mortuorum war sofern schonbey den Eayptern üblich, daß sie ihreCörper auf ihre Art zu balsamiren wu-sien,daß man sie auch bis ietzo noch gantzantrifft, ob sie schon in die 3000 undmehr Jahr gelegen haben mögen; al-lein auch mehr einem besondern Holtze,als menschlichen Cörper, ähnlich sehen,und Mumien genannt werden. Siebrachten aber auch damit ein 40 Tagezu 3), und zwar nahmen sie erst allesEingeweide mit samt dem Gehirn, Au-gen u.d.g. weg b), blitzete» sie hernacheine Zeitlang im Saltze,und sodenn sal-
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beten sie dieselben mit allerhand Salbevom Gewürtz u.d.g. bis das Fleisch völ-lig durchzogen war. Von ihnen habenes vermuthlich anch die Juden angenom-men; iedoch liessen sie die Cörper gantzund unzerstümmelt, wickelten sie anbeymit köstlichem Gewürtz in ihr« schönenGrab.und Schweiß-Tücher, wie mitChristo selbst geschahe c). Allein dage.gen daureten sie auch keines Weges solange, als die EgvPtischen, sondern fien-gen auch wohl schon den 4 Tag an zuriechen d).
a) Gen.XXXX,:.
b) Iken. Antiqu. Hehr. P. III. c. /4,§•*•
c) Matth. XXIII, loh. XVI 1 II,
30 . 40.
d) loh. XI, 30.
Vnäio Pontificis Summi, Salbungdes Hoben - Priesters, geschahe sobaldihm die heiligen Kleider angezogen wa-ren, da ihm etwas von dem heiligenOele auf den Kopf gegossen, an die Stirnaber zwischen den Augenbraunen mirei-nein ins Oel getunckten Finger die Ge-stalt eines Griechischen X oder Creutzesgemacht, wie die Talmudisten selbst vor-geben, was auch einige etwan darwidereinwenden, und eine andere Figur er-zwingen wollen a). Das Salb-Oelwar gemacht aus Myrrhen, Zimmct,Calmus, Casien und Baum-Oel b),von denen erstere Dinge klar gestossen,sodenn in Wasser geweichct, dieses ab-gegossen und zu ihm das Baum-Oelgethan, und alsdenn so lange gekochtworden ist, bis das Wasser alle evapo-rlret, und das Oel allein übriggeblie-ben c). Und solches machte denn öe.zaleel, der aber doch auch aus der ziem-lichen Qvantitat Gewürtze dennoch nichtmehr als 12 Log bereitete, und da einLog 6 Eyer-Schalen voll enthielt, inallen 72 Eyer-Schalen voll oder 2 Kan-nen zuwege brachte d). Jmmittelst ob,wohl alle Hohe-Priester mit diesem Oelgesalbet, und kein neues wieder gemacht,es auch allemahl in ziemlicher Mengeverbrauchet worden, weil es ihm geflos-sen bis in seinen Bart und auf sein Kleide); dennoch soll es wunderbarer Weisegereichet haben, bis es endlich unter dem
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