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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3053-3054
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a ) P. Victor Reg. VIII. ap. Nardin.lib.V.c.i.

b) Nardin. l.c.cap.2. Donat, de V.R. lib. II. c. /4.

c) Plin- H. iV. Üb. III. c. f.

vMBINVS war eine ehemahlige»jjjnge in Gallia Narbonensi, auf wel-che dem Vermuthen nach ein Vmboge-»raget gewesen, und, da man dergleichennoch gehabt haben will, auf einen De-narium geschahet, weil sie eben so viel,als dieser gewogen.

Donar. ap. Pitisc. in Vmbinus.

VMßO, Gr. Ästfaui, item o utpxXosipr eine runde Erhöhung in der Murenauf einem Schilde, so ingemein von Ei-sen war, damit die Steine, Pfeile, Wurf-Spiesse, und dergleichen darauf abglit-schen und mithin keinen Schaden thunfjnttN a). Mit der Zeit machte manauch wohl zum Staat den Rand um-her von Silber, den Vmbonem aberDott Golde b), und brauchte man selbi-gen auch einen damit von sich zu stos-senc).

a) Polyb. lib. VI. c. 21.

b) Sidon. lib. 1 III. Epifl. 20.

c) Sueton. Cas. c.68. Curt. lib. III.

C.JO.

VNCIA ist so viel als Vnica, undniiihin i Theil von einem Gantzen oderAffe, so in 13 Theile getheilet wurde.Sßie aber 1 Theil Vncia hieß, so hiessenr Theile Sextans , 3 Theile Quadrans,4 Theile Triens, 5 Theile Quincunx , 6Theile Semis, 7 Theile Septunx, 8 Thei-le Bes, 9 Theile Dodrans, 10 Theile De-cunx, 11 Deunx, unb denn 12 TheileesmochtenundasGantze Geld, Gewich-te, Feld, eine Erbschaft oder dergleichenetwas seyn. Darnach aber denn sol-ches Gantze wieder viel oder wenig nachunsern Maassen, Gewichten und so fer-ner enthielt, darnach hielt auch die Vu-««ihren Theil, wenn mau solches Gan-^e mit 12 dividirte. Also da z. E. ein& am Gelde nach unserer Müutze machtH Pfennig, so giebt i Vncia ^ Theileines Pfennigs.

lleuerin. de Mensur, sf Ponder. P. I.p. 21. Alex. ab Alex, lib. 1 . c. 1.

V N CTIO, die Salbung, war ehe-dem gar was gemeines, weil man glau-

bete, dadurch die Gesundheit insonderheitmit zu erhalten. Man salbete sich alsoerst, wenn man ins Bad gehen, oder sichim Gymnasio üben wolte, worauf mansich hieselbst wieder mit Staube bewarf,sodenn übete, nach solchem sich wiedermit einem Schaber abschaben, ferner sichaufs neue wieder zur Lust oder zur Ge-sundheit salben ließ, darauf ins Badgieng, und sich wieder rein wusch. Unddieses Salben geschahe entweder mitBaum-Oele allein, oder mit Oele und 'Wasser, ober mit Butter, wo man keinOel hatte, oder mit Oele, Wachs undGlaube, welches zusamme Ceroma hieß,oder auch aus Wollust mit allerhandwohlriechenden Oiitaten, so Diapasmatahiessen. Ehe aber solches geschahe, wur-de der Leib wohl gerieben, und thatenArme beydes selbst , Reiche aber haktenihre besondern Knechte darzu, wobeydenn die Schmiralien auch bald warm,bald laulicht, bald kalt gebraucht wur-den. Besonders aber hielken vornehmeund delicare Leute die Weise, daß sie sicherst badeten, sodann sich salben liessen, undsich darauf zu Tische setzten a). DieKnechte, die die Salbung verrichteten,hiessen Vnßores b) , der Ort oder dasZimmer aber, wo es geschahe, wurde Vn-ßorium , Elxothejimn oder Hypocanflumvußorium genannt c).

a) Hieron. Mercurial. Gymnafl. lib. I.c./8. ap. Pitisc. in Vnctio.

b) Cic. ad Fanni. Hb. VII. Epifl. 24.

c) Dempster. ad Rojin. lib. I. c. 14.

Vnßio Christianorum war insonder-heit viererlei), als erstlich da ein Cate-chumenus vor der Tauffe auf der Brustund auf den Schultern gefalbet wurde;die andere geschahe nach der Tauffe durchden Priester mit dem Chrismate oben aufdem Wirbel des Kopfs; die dritte aberdurch den Bischof bey der Firmelungauf der Stirn a), und die vierte bey des-sen Absterben, so Vnßio extrema hieß,und so gleich besonders zu sehen siehet.Die erste von diesen Salbungen gescha-he anbey mit blossem Oele, die anderemit Salbe, jenes darum, daß einer da-durch ein Christ oder Gesalbter werden,das andere aber, d' er sich darbey desin seinem Tode mit Salben gesalbten

Ddd dd 4 Christi