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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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in selbigen griff und hielt, wurde er de-frradirt und unter eine geringere Art derzMtz gesteckt, da er ihn aber mit Flerß-erbrach, am Leben gestraft f).

a) Tibull. lib. III. Elcg. C. v. /.

b) Vopisc. Prob. c.j8.

c) Suecon. Damit. c. y. Stat. tib. II 1 I.SU0.2.V.36. tstf Silv.j.v. 11.

d) Lucan. lib. VI. v. tqj. & Sigon. deAnt. lur. Prov. lib. II. c. 2.

e) Iuuenal. Sät. VIII. v. 247.

f) Macer I.3. §. 4. np. Pitisc. in Vi-tis, Lips. de Milit. Rom. lib. V.Dial. j8.

Vitis aurea befand sich in dem Tem«pelzu Jerusalem an der Wand zwischendem Heiligen und der Halle, und zwaran den Cedern-Balcken über der Thürezu jenem, wohin ihn, nach einigen, schondieHasmonäer a), nach andern aberHero-de-machen lassen b), allein wie noch an»dere wollen,soll er aus dem Geschencke derPrivat-Personen erwachsen c), und nachwieder'andern, soll er nur durch dieser Ge-schencke immer grösser und grösser ge-macht worden seyn d). Rancken undMatter davon waren von dem schönstenGolde, die Trauben aber eine von Dia-manten, die andere von Sapphiren, diedritte von Rubinen u. s. f. alles aber«Mich so groß, daß 300 Priester andenselben zu heben gehabt haben e);Eo aber billig für ein Hyperbole ange-sehen wird. Indessen aber wird dochdessen Werth auf 1000 Talent Goldesgeschätzt f), welches man auf 23 Mil-lionen unsers Geldes rechnet g). Erist aber keines Weges der güldene Wein-stock gewesen, den äriflobulus dem Pom-peia geschenckt und auf 500 Talent ge-schätzt worden, Pompeius aber hernachin den Tempel des louis Capitolini zuRom verehret, weil solches wohl 303 *&r vorher geschehen, ehe Herodesseinen machen lassen h). Sonst aberhat derselbe Gelegenheit gegeben, daßdie Heyden vermeynet, als ob die-den sonderlich den Bacchum verehrethaben i), weil dieser für den Gott desWeinstvcks w,t gehalten wurde k),undKlaubt man übrigens, daß er erst in derZerstörung unter dem Tito mit daraufgegangen sey.

V I T 3046

a) Lamy ap. Wolf. ad Lmd. lud.Heiligth.ilib.il. s.n.n.36.

b) Lund. l.c.

c) Iken. Antiqu. Hebr. P. I c. 8 . §. 38.& Reland. Antiqu. Vet. Hebr. P. I.c. 9. § 23.

d) Lund. l. c.

e) Middoth ap. eumd.l.c.

f) Iken. /. c.

g) Lund. I. c.

h) Seiden. <?p.Lund. l.c. ti.38,

i) Tac. Hißor. lib. V, c.f.

k) Tibull. lib. III Eleg. 6. v. 1.

VITIVM hieß bey den Wähle»der Obrigkeitlichen Personen,Gebung derGesetze, öffentlichen Gerichten u. a. z»Rom, wenn es donnerte, blitzete odersich sonst dergleichen etwas am Himmelbegab,indem dasDolck versammletwaea). Es pflegten daher bis Auguresin*gemein nach dem Himmel zu sehen, soferuare de ccelo hieß , und , da derglei-chen sich was ereignete, wurde die Ver-sammlung aus einander gelassen b) unddir Sache muste unterbleiben die Obrig-keitliche Personen aber hiessen Vitio crea -ti oder Magistratus vitioß , und mustertihr Amt sofort wieder niederlegen c).Der Augurum Anzeigung aber hießmmeiatio , und, da die Magistrats-Per-son darauf sagte Alio die t hieß es cd-nuntiatio d).

a) Cic. de Diuin lib. II. c. s8.

b) Liv. lib XXXX. c. 42.

c) Id. lib. XX 111 . c. 3/. Cic. Phil. IL

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d) Struv. Antiqu. Rom. c. 6. p. s$s.

Sonst aber hieß Vitium auch ein Feh-ler an etwas, und dergleichen zehleteman 140, die ein Priester bey den Ju-den an sich haben kunte, welche ihn zuden vornehmsten Verrichtungen untüch-tig machte», ob er schon von den wenig-sten gehindert wurde, die Opfer mit zuessen, und eine und die andere geringeVerrichtung mit zu thun a); hingegenkuttte ein kevit keine haben, die ihn un-tüchtig machte, als in der Stimme zumSingen b). Wenn ein Fehl an einerErst-Gebührt war, den sie mit auf derWelt gebracht, oder hernach erst bekom-men, kunte sie nicht geopfert,wohl aberden Priestern gegeben und von diesenKtzd pd a aeafsstii