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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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3043-3044
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Indessen eileten sie mit ihren Heyrathendoch auch nicht, sondern warteten, bis sieihr völliges Alter, wenigstens von ein 20Jahren erreichet, daher sie mit ihrenKumpen auch ingemein gleich alt, großund starck waren, allein daher auch so-drnn wiederum feine starcke Kinder zeu-geten e), wie denn nachher auch dieSachsen, Francken und Alamannen nichteher als nach dem 20 Jahre zur Eheschritten f). Wenn eine Jungfer beyden Langobarden sich mit einem Knechteeinließ, hatten die Eltern Freyheit ihrdas Leben zu nehmen, oder sie ausserdemLande zu verkauffen. So durfte auchkeine ohne den Willen ihrer Eltern hey«rathen, und da einer eine wider ihrenWillen raubet«, muste er mit allen sei«nen Helfern bey den Gothen mit demHalse bezahlen, und da Eltern oder Vor«münder deshalber nicht geklagt, wurdensie aus dem Lande verwiesen, dergleichenStrafe Otto M. einführet, da sonst der.gleichen Raub bey den Friesen, Alaman-nen und Bayern nur mit Gelde gebüssetwurde ß). Bey den MitternächtischenVölckern glaubet man, daß diejenigen,welche als Jungfern stürben, in denPallast der kreise kamen h).

a) Tac. deM. G. c. 20.

b) Id. ibid. c, 17. 43* Caesi diB.G. lib.VI. c. 2/.

c) Cxs. /. c.

d) Tac. lc. cap. 19.

e) Id. ibid. c. 20. CxC. I c. Pomp. Mel,lib.III. c.i.&adeum Isi Vossi l. c.

f) Hachenb. Gertn.med.Dijs.V. §.?.

g) Id. ibid. §. 4.

h) Keyslet.Antiqu.Septemtrion. Seid.II. c. 2. §. 2/.

Virgines Saliares , f. Salix.

Virgines Vestales, f. Vestales.

Virgo maxima, f. Vestales.VIRIPLACA war eine Göttinder Römer, die einen Mann mit der Frauwieder versöhnen solle. s. Lex. Mytbol.in Viriplaca.

VISCERATIO war einSchmaus bey dem Opfer von dem übn

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Allein es :<f

ein Theil des Fleisches c). Turmes«hieß auch Visceratio , wenn bey öffentli.chen Solennirxten dem Volcke wieder y i«® 1

ein Stücke rohes Fleisch ausgetheiletwurde d), dergleichen ehemahls auchschon David bey den Jüden that e), undwie dergleichen vornehmlich auch beydenEeriis Latinis üblich war f), also ge<schahe es hernach sonderlich auch beyden Leichen. Begangnissn g).

a) Virg. Aen. lib. VIII. v. 179.

b) Kipping. Antiqu.Rom.lib.I. c. n.§ "

c) Vossi Etymo/, in Vifcus.

d) Sueton. lul. Cas. c. Z8. & Senee.Epifl. 73.

e) 1 Chron. XVI, 3.

f) Liv. lib. XXXII. c. /. XXXVII. c.3.

g) Liv. lib. VIII c. 22. lib. XXXVIIII.c. 46.

Visitatio «grotorum, f. Aegroti.

Visitatio Mari*, s. Festum Visita«tionis.

VI S P E L L IO war ein Knecht, dernicht frey gelassen werden kunte, ent«weder weil er auf solche Bedingung ver«kaufft, oder auch einem im Testamentewar vermacht worden, weil er entwe-der seinem Herrn so viel Verdruß ange-than hatte, oder aber von einer Nationwar, die rebellirt, oder sich sonst mein-eydig, oder auf andere Art so erwiesenhatte, daß sie auf besagte Art zu Knech-ten gemacht worden war.

Vlpian. I.3/. ff. deEueß. sf Rxuard.Conieß. lib. II. c. 16 , ap. Pitisc. inVispellio.

VIT 1 S, verweinskock, war demEaccho gewidmet, weil er ihn erfundenhaben solle a), und durfte ohne derKayser Bewilligung'nicht überall ge-pflantzet werden. Wie denn solcheserst Probus den Galliern, Spaniern,Britanniern, Pannoniern und Mysiernerlaubet« b), wogegen sie Domitianushin und wieder ausrotten ließ, weil derGetreyde - Bau darüber verabsäumetund zu viel Land zu Weinbergen gemachtwurde c). Bey den Römern war ein

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genOpfer-Fleische a), wobey sich Pfaffen, Stab davon das Zeichen eines Centu-und wer dazu gehöret«, mit Singen rionis d), womit er auch einen Rvmi«und Tantzen lustig machten b). So schen Soldaten strafen kunte e), und,schickte man auch wohl guten Freunden da ein Soldat darbey dem Hauptmanne

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