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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
Entstehung
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2937-2938
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VeBigal pro Eduliis war eine Abga-be für die. Waaren, sozuMarcktegebracht wurden, auf dergleichen etwas>» legen Augustus Bedenken trug, Ca-ligula aber ohne Bedrucken einführet?»).Nach itziger Accis- 0pt«cfoe möchte eswohl eine Eonsunitions - Accise heissenkönnen.

a) Sueton. Calig. c. 40.

VeBigal ex Fimo equino war eine Ab-gabe vom Pferde. Miste, diese soll Ve-spalianus mit eingeführet haben a) ;wovon aber andere nichts Wissenwollen,obwohl sonst bekannt, daß solcher Kay-ser eine Abgabe auch auf den Urin ge-legt habe b). s. Vectigal vrinarium.j a) Tzezes Hiß. Chil. /. 2. //.i b) Suet. Vespas, c. 2z.

| VeBigal foricarium war eine Abgabe,

1 die einer geben muste , der sich auf einöffentliches Priuet oder Kack-Haus je«

1 Heke, dergleichen auch an geringe Leute; verpachtet wurde a) ; jedoch verstehen. andere auch die Dinge von Knechten,weiche sich dingen liessen, für ein StückGeld die Secrete auszuräumen b); oder> den Zoll überhaupt von Miste und Uri-ne, um dergleichen Pacht sich grosse-mer so sehr, als um eine Generals-Stel-le im Kriege bemühet haben lösten c).

a) luuenal. Sät. 111 . v.38. item C*-iacius & Burmannus ap. Pitisc.in Vectigal ex latrinis.

b) Lips ap. Lubin. eil luuenal. l.c.j c) Euagrius ap. eumd. I. c.

VeBigal fumarium , Gr. K*iruxit,

war eine Abgabe von den Feuer-Essen,dergleichen zuerst der Kayser dyieepho.ms zu Constantinopel einführcte, unddamit weder Geistliche noch Weltliche,Arme noch Reiche verschonet? a) ; der-gleichen Art Abgabe denn sonderlich auchin Polen noch üblich ist, da man sie, wiesie es nennen, von den Rauch-Fängengeben muß.

a) Zonar. ff Cedren. ap. Pitisc. inI Vest.gal fumarium.

VeBigal Hortense war eineAbgabe vonbem Wasser, welches einer von dcnWas-sirleuungeu zur Wasserung seines Gar-tens bekam. s. Vectigal ex Aqurdu-«ibus.

VeBigal ex lacubus war ein Pacht«

V E C 2938

Geld für die Freyheit in den Seen zufischen.

L. 4. §. 6. jff. de Cenfib.

VeBigal ex latrinis publicis , s. Ve-ctigal foricarium.

VeBigal Macelli war , nach einigen,eine Abgabe oder Accise von den-Waaren a), in der >hat aber nichts an-ders, als was sonst Portorium hieß bj,so daher nachzusehen.

a) Plin./y.V. lib. XVIIII. c. 4 .

b) Burmann. ap. Pitisc. in VectigalMacelli.

VeBigal matrimoniale war eine Ab-gabe, welche Ehe-Leute geben mustcn,es sey nun, wenn sie einander heyra-then a), oder auch nur bey einanderschlaffen wölken b) ; allein wer hier ha-be die Aufsicht haben, oder Vilitatorseyn sollen, möchte man wohl fragen.Hingegen sind bey dem ersten Falle Ab-gaben für die Freyheit zu bcyrakhen,auch anderwerts nicht ungewöhnlich ge-wesen, da insonderheit in Schottlandehedem eine Jungfer disfalls eine odermehr Kühe geben, in den Niederlandenan manchen Orten auf dem Lande auchnoch ein gewisses Geld für solche Frey-heit soll gegeben werden müssen 6).

a) Sueton. Calig. c. 40.

b) Franckenstein. de Aerar. P. R. c. 8.

c) Torrent, ff Calaub. ad Suet.l. c.

d) Boxhorn. ad Sueton l.c.

VeBigal meretricium war eilt Zoll,

den die yuren von ihrem Betrieb gebenmusten, und zwar so viel, als sie aufeinmahl verdicnetcn, nachdem ihnen der-gleichen zuerst der Kayser Caligula auf«e> legete a). Die folgenden Kayser lies-sen ihn sodenn fortgehen, doch wölkeAlex Seuerus nichts davon in dieSchatz-Kammer gebracht wissen, sondern wen-dete ihn zu Erhaltung der Theatro-rum , Circorum u. d. g. an b).

a) Sueton. Calig. c. 40.

b) Lamprid. Alex Setter, c.24.

VeBigal ex Metallis war erst eine star-

cke Einkunfl der Römer selbst aus denBerckwercken in Italien, nachdem sieaber Länder unter sich brachten, worin-ne dergleichen auch waren, verbotensie, daß in Italien solche nicht mehr ge-haltet werden durften a). Es wurde