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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2935-2936
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Jndessen*aber blieb es mit der Zeit auchbey obgenannken Arten alleine nicht;sondern es wurden davon auch mehrereeingeführet, und, wenn denn ein Landdergleichen geben mustc, hieß es Proum-eia veäigalis , wie hingegen Prouinciaimmunis, da sie von dergleichen befreyctwar m). s. die noch folgende Artickel.

a) Salmas ad Lamprid. Alex. Sev.C. 39.

b) Sigon. de ant. Ittr. Civ. Rom.Jib,I. c. 16.

c) Liv. lib.l.c.42.

d) Iolyb. lib. VI. c. n. & /f.

e) Sueton. Tiber. c. 30. Tac. Annal.lib. XIII. c. 4Q.

f) Burmann. Differt, de Veäigal c /.

g) Liv. lib. IIII 'c. 8. & lib. XXV1I1I.c.37. XXXIIII. c. 21.

b) L.jo. ff. dePubl. <stf Veäig.

i) Liv. lib. XXXXIIII. c. 16. Cic. c.Ruü Orat. I. e. 3. & II. c. 21. Si-gon. /. c.

k) Macrob. Sät lib.I. c.21.

l ) Cic. adAtt. lib. VI. Ep. 2.

m) Sigon. de ant. lur. Prouinc. lib.I. c.t.

Veäigal adilitium war, welches dieLandschaften den Römischen Aedi'ibusgaben, die Schau ^Spiele dafür anfiel,lenzn können, da diese erst zu dergleichennur dasGeld von ihnen liehen a) ; hernachaber die wilden Thiere und anders dar.zu gehörige lieferten b) ; endlich aberauch einen gewissen Tribut an Geldegeben musten c). Indessen ist es mehrein Spott-Nahme, den Cicero dieserAbgabe giebr, da er es ein TrK^/nen-net, nicht weniger, als da er auch einVeäigal prcetorimn heisset, was die Leu-te den PrLtoribus zu Abwendung derWinker« Qvartiere fpendireten 6).

a) Cic. Verr. IIII. c. 3.

b) Id. adAttic. lib. V. Ep. 16.

c) Lips ad Tac. Annal. lib. XIIII.c. ,5.

d) AdAttic. lib. V Ep. 2/.

Veäigal aereum , st «ifiu'i , war

eine Abgabe, welche ber Äat)s<r MichaelPaphlago den Unterthanen für die Luftzum Athem, holen auferlegete a), der-gleichen vor dem Pescennius Niger auchdenen in Palaestina drohete b).

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a) Cedren. ap. Pitisc. in Vectigalpro aere.

b) Spartian. Pescenn. c. 7. ad eumCasaub. ffps Salmas. /. c.

Veäigal agrarium war die Abgabevon den Feldern oder Aeckern, welchesauch Decima hieß, und ingemein derzehende Theil der erbaueten Früchte wara), so noch bis itzo an manchen Ortenüblich ist, und der Degen oderDeremheißt. Jedoch war anders die Abgabevon Aeckern, die der Republic gehöretm,so eigentlich ein Pacht-Geld oder auchTheil der Früchte war, anders die deneines ieden eigenen Feldern, s Decima.

Sigon. de ant. lur. Prov. lib. I. c 1.

Veäigal ansarii war ein Zoll, so vonDingen gegeben wurde, die man in Ge-fassen mit anjis oderHenckeln zum Ver-kauff brachte, in dergleichen denn sonder«lich auch der Wein aufbehalten wurde.

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Burmann. Differt. de Veäigal. c.f.

Veäigal ex Aqueeduäibus war die Ab.gäbe oder der Zins welchen Privat-Perso-nen für das Wasser entrichteten so ihnenvon den öffentlichen Wasser. Leitungenfür ihre Häuser, Garten Wiesen u. f. f.gelassen wurde a). Es stunden ihndergleichen die Censores , oder in derenErmangelung die Aediles zu, hernach-mahls aber behielten sich die Kayser al-lein das Recht bevor g>. s Aguseäuctus.

a) L. 41. ff. de. empt.

b) L. 2. C. Theod. de Aquiedttä.

Veäigal artium war eine Abgabe, die

alle Künstler und Handwercks - Leute ge.den musten, welche wieder angewendet

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wurde, die öffentlichen Lander zum Ge«brauch des Dolchs zu unterhalten, alswozu sie der Kayser Alexander Seueruseinführete a). Die nachfolgenden Kay«ser setzten sie fort, jedoch, da sie zuvorjährlich abgetragen wurde, liessen siesich dieselbe nur alle ; Jahr geben, da-her sie auch Collatio lustralis genanntwurde b). Nach isiger Art Abgabenmöchte sie wohl das Nahrungas Gelshaben heißen können.

a) Lamprid. Alex.Seuer. c. 24.

b) Burmann. Differt, de Veäig. c. 12.

Veäigal pro cadauere , ('.Portorium.

Veäigal pro Cloacis , s. Cloacarium.

Veäigal pro Columnis , s. Columna-rium. Veäigal

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