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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2905-2906
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luie matt wissen will, soll er 150 Ellenhoch gewesen seyn b).

a) i Chron. XXVI, g.

b) Mirus Lex. Antiqu. Bibl. in Thür-me.

Turris Antonia , oder wie er er auch ge-Mnnt wird, Arx Antonia , Sie BurgMonia, i a»t *»!*, war ein Schloß zugerusalem, auf der Nord - West-Eckedes Berges Moria, welches erst derxhurm Baris hieß, und von dem Hohen.Priester ttyrcano erbauet wurde, alsMinne er auch meist wohneke, und son-derlich die Hohe- Priestcrliche Kleidungvrrwahretc a). Nach der Zeit erweiter-tt solches Schloß tteroäes Magnus garsehr, machte es anbey zu einer ungemcinsiarcken Festung, und nannte sie, seinemgrossen Gönner, dem Triumniro M.Antonio zu Ehren, Antoniam b ). Esbegriff in seinem Umkreise auf diea8tL-dia c), und war es viereckicht, und mit.hin auf jeder Seite ein halbes Stadiumgroß, hatte anbey auf allen vier EckenOch vier Thürme, davon die 2 gegenAbend und Mitternacht 50 Cubitos,die andern beyde aber 70, und die Mau-ern zwischen ihnen 40 hoch waren d),md da es über dieses rings um nochmit den tiefsten Thäler» als GrabenHingeben war, aus denen der Fels, aufdem es lag, ;o Cubitos hoch und vonlierode mit den grossen und Marmor,harten Steinen bekleidet war, kunte manihm sehr schwerlich beykommen e); h,-gtgen hieng es mit dem Tempel durch«ine Brücke zusamme, und wie es die.fern zum Schutze mit dicnete, also die-mie es hingegen auch die Juden in dem-selben im Zaume zu halten, weil bestan.d>g eine starcke Römische Besatzung dar.inne lag, und man von den Stürmendesselben alles sehen kunte, was in demTempel vorgicng f). Inwendig war<s nicht weniger mit prächtigen Gebäu-dm ausgezieret g), daher nicht nur ehe»dem die Ul-smvnseer, sondern auch derKönig Archelaus darinne wohnete; nachdessen Vertreibung es die Römer mit«cwalt einnahmen, auch selbst noch dieHvhrpricsterliche Kleidung da verwahre«im, big hxx Syrische Landpfleger V».

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tellius sie den Juden zu ihrer Verwah-rung in dem Tempel wieder überließ h).

a) loieph. Antiqn. lib. VI. c. 13.

b) Id. ibid. lib.XV. c. 14.

c) Rcland. PaUJlin. lib. III. Jub Ie-rusalem.

d) Cellar. Not. O.A. lib. III. c. /3.

e) iken. Antiqu. Hehr. P. I. c.8-§. 4g.

f) Lund. lud. Hciligtb. lib. II. c. 28.n. 13. Hotmann. Introduci, in N.T. c. 38. § /3.

g) Joseph. & Cellar. U. cc.

h) Cellar. l.c.

Turris Babylonica ,, ver Thurm zuBabel, wurde nach der Sünbflut, vondes Chams Nachkommen, vornehmlichauf Antrieb des Nimrods, im LandeEinear oder Chaldaa, zu bauen angefan-gen, und solte bis an den Himmel rei-chen; Gott aber, da er die verwegeneThorheit der Menschen sahe, verwirreteihre Sprache, daß sie einander nichtmehr verstehen kunccn, und mithin vonihrem Unternehmen ablassen musten a).Hierbei) aber suchen einige zu behaup-ten, daß nicht nur des Chams Nach-kommen, sondern die Menschen ingesamtdas Merck unternommen, daß es auchan sich nichts sündliches gewesen, wohlaber, daß sie dem Willen Gottes nichtnachkommen, und sich in die Welt vcr«theilen wollen b). Indessen aber bliebes doch nicht bey dem blossen Vorneh-men; sondern sie führcten allerdings einMerck auf, daß auch in der krotan-Hj.storie nicht unbekannt ist. Der untersteUmkreis begriff ein 8radlum oder 600Fuß, und bestund die Höhe in 8 unter-schiedenen Absätzen, oder gleichsam be<sondern auf einander gesetzten Thürmen.Der unterste war auch ein Stadium hoch,die folgenden aber immer was schmalerund niedriger, nach Erfoderung der Bau.Kunst. ' Hierbey gieng eine Wendel-Treppe rings von aussen herum voneinem Absätze bis zu dem andern, wel-che denn mit ihren Gängen und Sitzenumher versehen waren, daß man im Hin-aufsteigen darauf ruhen kunte. Zu obcrstoben darauf aber halte man einen Tem-pel des Bels gesetzt mit dessen 8tatuavon Golde, wie auch einen dergleichenTische und Bette c). Nach einigen soll

der