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bigen unter andern rufft: LaiUabiüa-]ab; Galt tfi groß, unö ist kein an-derer Gott als er i), und was der Ab-sichten mit den fest stehenden Thürmenmehr seyn können. Hingegen aber hat-te man auch bewegliche, als die Streit-vder Sturm-Thürme bey Belage-rungen der Städte, wovon ein mchreresunter Turris bellica zu sehen -ist. Fer-ner dergleichen Thürme auf den Schif-fen, die man entweder zu beyden Sei-ten, oder auch auf dem Vorder. und Hin-ter-Theile aufrichtete, sich davon destobester wehren, oder den Feinden schadenzu können k), die aber denn nicht eheraufgerichtet wurden, als bis der Streitangieng, wovon die Erfindung demAgrippae, des Augusti Vertrauten, zu-geschrieben wird, zumahl solches in ei-nem Augenblick geschehen, und ehe essich also der Feind versähe I), wogegenauch schon lulius Caesar andere und schonfertige Thürme auf seinen Schiffen mitgehabt hat m), wie nicht weniger an-dere mehr n). Allein noch eine Art be-weglicher Thürme war es auch, welcheman den Elephanten auf den Rückensetzte, in solche Soldaten lud, und diesemit Pfeilen und anderm Gewehr auf dieFeinde von daher chargiren ließ 0);wogegen es aber sonderlich den Römernauch ein schönes SÄau-Spiel gab,wenn solche Thiere mit samt ihren Thür-men zu Rom mit im Triumphe einge-führet wurden p). s. die noch folgendenArtickel Turris u. s. f.
a) Gen. XI, 4-
b ) Caluis Cbronol. ad A. M. /757.
c) ludie. VIII 0.
d) aParal .XXVI, 9.
e) 1 Reg. VlllI, 17.
f) ler. XXXIII, 39.
g) loseph. de B. I. lib. I. c. 9.
h) Schurtzst. Antiqu. Ecckf Controv.
XIIII. h. 4 .
o) Polyb. lib. V. c. 19 ,
p ) Flor. lib. I. c. / 8 .
TVRR 1 CVLA war ein Jnflru- ,cfe 01ment, wie ein Trichter oder Düte, wvr-ein man die Würfel beym Spielen that, rsie darinne herum schüttelte, und also .auf das Brek oder Tafel warf, um demKneipen oder Knüpfen und dergleichen ^Schelmercyen vorzukommen a). Sonsthieß es auch Pyrgus, item Fritillus, so .jjltfflian ihren Orten zu sehen. Hiernechstaber war es in der alten Kirche auch ani«'eine Art des Kelchs beym H. Abend-mahle, wie nicht weniger ein Behalt-niß der Hostien b). jtiiß
a) Martial. lib. X 1 III. Tit. Epigr. 16.
b) Schurtzst. Antiqu. Eccles. Controv. sjrfjdj
XXVIII. §. 12. !l
TVRRIS war unter andern aucheine Art der Schlacht - Ordnung, die alsein ablanges Vier-Eck gestellet wurde,also, daß die eine schmale Seite vonvorne, die beyden langen aber auf dieSeite kamen a). Hiernechst nannte man i®''*in den mittlern Zeiten auch das Gbo-rium, worinne die Hostien verwahretwurden, Turrim b), oieüeid)t well es wm®von Gold oder Silber wie ein Thurmin die Höhe gcbauet war, nachdem ßWals die Monstrantzen in den Cathvli-scheu Kirchen noch "zu seyn pflegen. So ha tk|n>ar Turris auch eine Art eines Gffäng- t«! Mnisseö, doch was besser und honneter als rifo),Carcer c), wie dergleichen auch noch it. mitbey uns Teutschen ist, da einen auf den MnThurm feines Thors, oder der Stadt- ihsG,Mauert seyen, noch ein bisgen repn- 1^tirlicher heißt, als ihn ins Gefängniß «Loder in die Bütteley bringen.
a) Cato ap. Festum in Serra ; Gell.
lib. X. c. 9.
b) Schurtzst. Antiqu. Ecckf Controv. -,y
xxviii. §12.
c) Fr efin.Glojs.Lat. /» Turris.
i) Myller. Pcregrin, in Ierufal. lib. Turris Anguli, öcc Eck-Thurm, warIIII. c. 14. p. 7S4- ein Thurm zu Jerusalem, den der König
k) Plin. II. N. lib. XXXII. c./. Pol- Vlias an der Porta Anguli öder dem ^
lu x lib.I. c.9. n.3. Eck. Thore bauen ließ a). Nach Light- :•
l ) Serv. ad Virg. Aen. lib. VIII. v. 693. footö Vorstellung von Jerusalem stund
m) C*s. de B.C. lib.III. c.40. er auf der Süd-West-Ecke, oder wo
n) Li V. lib.XXllII. c.34. Sil. Ital. die Mauern von der Seite gegen Mit-
lib.Xllll v. 4‘i- tag und Abend zusamme liessen, und -