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Benjamin Hederichs Gründliches Antiquitäten-Lexicon : worinne die merckwürdigsten Alterthümer der Jüden, Griechen, Römer, Teutschen und ersten Christen ... beschrieben
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2901-2902
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Kegel mit einer Peitsche herumtrieben n).gr pflegte aber sonderlich von Buchs.Dairm.Holtze gemacht zu werdend),und war auch den Griechen nicht unbe-konnt, von denen er ßiußvZ c), inglei-chen rfsßitof und egeußef genannt wur»de d).

a) Tibull lib. I. Eleg. 5. v. 4. Virgil.Aen. lib. VII. v.378.

b) Virg. /. c. & Fers! Sät. III. v. $/.

c) Suid. in ßiuß 4 , & Pfeiffer. An-tiqti. Gr. üb. IIII. c. 4/.

d) Voff de Vit. Serm. lib. I. c. 26.

T V R D V S, ein Rrammsrvogel

oder Rranawcts^ Vogel, wurde vonden Römern für eine der sonderbarstenDelicatessen gehalten 3), daher sie der-gleichen auch mit grosser Sorgfalt inihren Vogel.Häusern unterhielten b).Es wurde mithin einer, da er fett war,auch immer mit 3 Denariis, oder 9 Gro-scheu unsers Geldes bezahlet, und dades Varronis Verwandtin deren ausihrem Vogel-Haust bis 5000 Verkaufs,te, zog sie dafür allein eiwha; ThalerGelde). Wolke man auch einem an gros.sen Solennitaten eine besondere Ehremit erweisen, schickte man ihm eine Partdieser Vogel, und zwar als einen Krantzzusamme gebunden d), oder doch alsdergleichen auf einer Schüssel herumgeleget e). Nicht minder aber war Tur-dus auch einer der herrlichsten Fische,den die Römer daher auch in ihren Hal-tern zu haben pflegten f); was es abereigentlich für ein Fisch gewesen, ist unsnunmehr unbekannt.

a) Horat. lib. /.) Epifl. 15. v. 4/. Mar-tial. lib. XIII. Epigr. 92.

b) Varr. de R R. lib. III. c. y.

c) U.l.c.

d) Marcial. lib. III. Epigr.47. v.so.

lib. XIII. Epigr. 9/.

e) Farnab. ad Martini. I. c.

I f) Columell. lib. VIII. c. 17.Turibulum, s Thuribulum.Turificati, s. Thurificati.

TVRMA war ein Troupp Reuterden 30 Mann, welche wieder in 3 De-rarias getheilet wurden, deren jede ihrenDecuriunem oder Corporal nach unsererArt zu reden hatte a). Zu jeder Legionwurden deren t o gerechnet, welche also

300 ausmachten b); und bey ieder Tur-ma war der zuerst erwehlete Decuriozugleich auch Befehlshaber aller dreyenc), hieß aber doch auch nur Decurio d).Jeder Decurio erwehlete sich hierbey sei«neu Vragum , der seine Stelle mit beyder Turma vertrat e), welchen Vorzugsich aber hernach dic Tribuni anmasse-ten 5 ). Bey den Auxiliar- Trouppenhieß der oberste Decurio auch PrafeäusTürmte g), wobey denn jede turmaauch ihre eigene Fahne oder Estandartehatte h). Und w>e bey einer Legion dasFuß-Volck in 10 Cohortes , uttö iebeCohors in 3 Manipulos getheilet war;also war die Cavaüerie darbcy in ioTurmas, und jede Turma in ihre 3Decurias unterschieden, und mithin bey-derseits auf ihre Art eine gleichmäßigeEintheilung i).

a) Festus in Turma, jJj* Polyb. lib. I.

C.f.

b) Liv. lib. VIII. c.8.

c) Polyb. de Milit. Rom. c. /. §. //.

d) Veget, lib. II. c.14.

e) Polyb. /. c.

f) .Varro de L. L. lib.I. e.16.

g) Flor. lib. I. c.j8.

h) Veget, l.c.

i) Poeschel. ad Polyb. de Milit. Rom',c.i. §. //.

TVRRES, Thürme, sind nichtgar lange nach der Sündflut zu bauenangefangen worden, wie zum wenigstender zu Babel ausweiset a), als dessenErbauung oder auch erst die Verwir«rung der Sprachen bey dessen schon ver-muthlich einige Jahre vorher angefan«gencm Baue man aufs Jahr der Welt1757, und also nur ioo Jahr nach ge.dachter Sündflut setzet b). Es wur.den aber solche errichtet entweder zumSchutze und Zuflucht der Leute c); juVertheidigung der Städte d); Wachedarauf zu halten e); Gefangene darin-ne zu verwahren f); die Leute von sel»bigcn durch Trompeten zum Gottes-Dienst zu beruffen, wie zu Jerusalemgeschahe g); wogegen solches bey unsmit den Glocken geschiehet, welches sichungefehr vom VH oder VllI8eculoher-schreibet h), die Türcken aber es durchSchreyen thun, da ein Pfaffe von sel,

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